8. Müritz-Lauf
Geschrieben von: René Nicolovius   

Schlagzeilen vom 23.08.2008:

 


 

Der Müritz-Lauf bot alles, was das Läuferherz begehrte

Liebe Teilnehmer des 8. Müritz-Lauf, liebe Gäste, liebe Fans,

das war nun der 8. Müritz-Lauf - ein Lauffestival voller Leidenschaft, Begeisterung und großem Sport.

Am Vorabend, den 22.08.2008, setzte um 21.52 Uhr der Regen ein. Die ganze Nacht kam das Wasser mal mehr und mal weniger vom Himmel. Es schien so, als wollte der Wettergott, es diesmal den Läufern besonders schwer machen. Selbst um 8.00 Uhr (beim Startschuss zum Ultramarathon) regnete es noch in Strömen. Jedoch nur kurze Zeit später durchbrach die Sonne die Wolkendecke und aus dem anfänglich kühlen Tag, wurde ein schöner sommerlicher Tag, der gute Laufbedingungen bot.

Der 8. Müritz-Lauf war der Tag der Rekorde. Mit 630 Teilnehmern können wir als Veranstalter (ESV Waren) einen neuen Teilnehmerrekord vermelden. Darüber hinaus konnten die Athleten in neun Disziplinen sage und schreibe sieben neue Streckenrekorde aufstellen. Auch die Vorbereitung und Durchführung unseres Lauffestivals war in organisatorischer Hinsicht eine Meisterleistung.

Ich danke deshalb herzlichst den ehrenamtlichen Helfern unseres Vereines, unseren Sponsoren, Warens Bürgermeister und seinen Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung, die uns kräftig unterstützten. Unsere Laufveranstaltung wird allen Teilnehmenden sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. Für die Zukunft wünsche ich allen nur Gutes und wir freuen uns auf den 9. Müritz-Lauf am 22.08.2009.

Wolfgang Nicolovius
Vorsitzender des ESV Waren e.V.   top

 


 

 

1. ALD RUN FOR CHARITY - ALD Automotive erläuft 94.000 EUR zugunsten der Deutschen Tafel

Eine wahre Bereicherung für den Müritz-Lauf war das Team der ALD Automotive aus Hamburg (ebenfalls Müritz-Lauf-Sponsor). Das Team sorgte während der Veranstaltung stets für gute Stimmung und verband den Müritz-Team-Lauf mit einer außergewöhnlichen Wohltätigkeitsaktion.

Wir erinnern uns. Die ALD Automotive kündigte im Vorfeld den “RUN FOR CHARITY - Gemeinsam mehr bewegen” an. Das ALD-Team wollte beim Müritz-Team-Lauf antreten und für jede Minute unter 07:15 Stunden 1.000 EUR an die “Deutsche Tafel” spenden.

Was ist aus dieser Aktion geworden? Das Team um Leader Karsten Rösel bestehend aus Hamburgern und Warenern (Teamläufer: Matthias Kumpf, Andreas Piske, René Drühl, Dirk Herchenbach, Raiko Chabrowski, Marko Schade und Dr. Matthias Becker) kämpfte auf der Strecke verbissen um jede Minute. Am Ende liefen die Acht mit einer phänomenalen Zeit von 05:41:09 Stunden in das Ziel und belegten einen (für die erste Teilnahme) beachtlichen 8. Platz in der Gesamtwertung der Männer.


Im Anschluss an die Veranstaltung luden die Hamburger zur Feier ins ”Peer 13” und übergaben Herrn Hoffmann (Vorsitzender der Warener Tafel) einen Scheck in Höhe von 94.000 EUR.

 

Der ESV Waren sagt im Namen aller: Herzlichen Dank! top

 


 

Jan - Du bist SUPER!

Jan Prochaska "DerTitan"Er ist der beste Ultraläufer Deutschlands, der Titan der Langstrecke - unbezwingbar und trotzdem bescheiden. Als Deutscher Meister im 24-Stundenrennen der DUV (242 km) reiste Jan Prochaska als Titelverteidiger zum 8. Müritz-Lauf an, um seiner Siegesserie einen weiteren Triumph hinzuzufügen.

Zum Müritz-Lauf haben sich diesmal über 120 Männer angemeldet. Einige mussten kurzfristig gesundheitsbedingt absagen (u.a. auch Torsten Goede aus Hamburg - Sieger des 5. Müritz-Lauf), sodass letztendlich 102 Ultraläufer an den Start gingen, um die Müritz zu umrunden. Die Strecke forderte auch dieses Jahr wieder ihre Opfer. 87 Finisher - so das aktuelle Endergebnis.

Aber der Reihe nach. Kurz vor Acht hat Wolf-Dieter Ringguth (M-V-Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Gemeinde Rechlin), stellvertretend für den Schirmherren Jürgen Seidel (Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus in M-V) das obligatorische Grußwort an die Teilnehmer gerichtet. Zu diesem Zeitpunkt regnete es noch. W.-D. Ringguth sagte deshalb: “Für das Wetter bin ich ab Rechlin zuständig.” Diese Worte schien der Wettergott gehört zu haben, denn nur kurz nach dem Start hörte es auf zu regnen und die Sonne schob sich allmählich durch die starke Wolkendecke. Lediglich der Wind blieb den ganzen Wettkampftag latent vorhanden, aber insgesamt war es herrliches Läuferwetter.

Bereits kurz nach dem Start zeichnete sich ab, dass der diesjährige Ultramarathon stark besetzt war. Einer wollte es diesmal ganz genau wissen: Hansmartin Spatzier vom SSL Vorspiel Berlin ließ es von Anfang krachen und lief sehr lange unangefochten an der Spitze. Jan Prochaska dazu: “Ich hatte mich schon während des Laufes damit abgefunden, diesmal nicht den Sieg einzulaufen. Ca. 5 km vor dem Ziel - in Höhe Kameruner Zeltplatz - sah ich jedoch den Spitzenreiter vor mir und witterte meine Chance.” Dies nutzte der Ausnahmeathlet von der LG Nord Berlin auch prompt. Nicht nur, dass Jan Prochaska den Führenden überholte, er nahm ihm auf den letzten Kilometern sogar noch 2,5 Minuten ab. Das war Maßarbeit und wieder einmal eine absolute Spitzenleistung von dem Läufer mit der Nummer 1, die der Veranstalter nicht umsonst an den Berliner vergab.

Mit 05:34:20 Stunden erreichte Jan Prochaska das Ziel im Warener Stadthafen und verfehlte seinen Streckenrekord aus dem Jahr 2004 (05:29:17 Stunden) nur knapp.

Zweiter wurde Hansmartin Spatzier mit 05:36:51 Stunden. Ein kleiner Trost: Mit dieser Zeit konnte sich der Berliner in der “Ewige Rangliste der Müritz-Umrunder” auf Platz 2 schieben. Drittplatzierter beim 8. Müritz-Lauf wurde Karsten Schmidt (Klein Krams) mit 06.00:33 Stunden.

Einmalig!

Jan Prochaska - der Läufer-Titan von der LG Nord Berlin ist nun der einzige Läufer mit drei Siegen beim Müritz-Lauf.   top

 


 

Grit Seidel siegt mit neuem Fabelrekord

winners-20082006 gab die sie ihr Debüt beim 6. Müritz-Lauf. Damals benötigte die junge Berliner für den 76,7-km-Ultramarathon noch 07:53:46 Stunden. Zum 8. Müritz-Lauf sah die Welt dann schon anders aus. Als Deutsche Vizemeisterin im 24-Stunden-Rennen (201 km) fuhr die Läuferin von der LG Nord stärker denn je an das "Kleine Meer" und gewann das Rennen in der Frauenkategorie mit einem Fabelrekord von fantastischen 06:56:32 Stunden.

Damit ist sie die erste Frau, die die Müritz unter sieben Stunden umrundete. Zuschauer, Sportler und Organisatoren waren begeistertvon dieser außergewöhnlichen Leistung. Zurecht erhielt sie die 100 Euro für den neuen Streckenrekord. Grit Seidel ist somit die dritte Sportlerin von der LG Nord Berlin, die den Müritz-Lauf gewinnen konnte. Mit ihrem Sieg machte sie so die Siegesserie der Berliner perfekt. Die Athleten von der LG Nord Berlin haben nun von 16 Wettkämpfen (8x Männer, 8x Frauen) sieben Mal gewonnen und führen damit klar die interne deutsche Länderwertung beim Müritz-Lauf an.

greta-koerber-2008Beim Frauenwettbewerb traten übrigens dieses Jahr neun Damen an - alle erreichten zudem das Ziel. Hut ab! Hier die Platzierungen:

    • 1. Seidel, Grit (LG Nord Berlin Ultrateam) - 6:56:32 Stunden
    • 2. Michel, Petra (SV Post Telekom Schwerin) - 7:27:30 Stunden
    • 3.Dilling, Daniela (KSC Strausberg) - 7:39:10 Stunden
    • 4. Keelan, Bettina (LT Bernd Hübner Berlin) - 8:08:53 Stunden
    • 5. Sekulla, Katrin (Berlin) - 8:45:05 Stunden
    • 6. Hoffmann, Andrea (1. LAV Rostock) - 9:18:15 Stunden
    • 7. Pautzsch, Ulrike (Kanu Altenburg) - 9:23:19 Stunden
    • 8. Kraft, Christine (TV Mengede) - 9:31:40 Stunden
    • 9. Körber, Greta (SG Haspa / Stelle) - 10:43:18 Stunden

       

      Besonders beeindruckend die Leistung von der 1936-geborenen Greta Körber. Sie ist die älteste Teilnehmerin, die jemals beim Müritz-Lauf antrat und zudem das Ziel vor dem Zielschluss erreichte - Großes Kompliment!   top

       


       

      Nicht einmal die Panne konnte ihn stoppen

      Volker Klemmer - der Lokalmatador vom MSC Waren kündigte bereits im letzten Jahr an, dass er seine bisherige Bestmarke dieses Jahr toppen wollte. Das gelang ihm auch. Mit 03:00:43 Stunden wurde er mit einem neuen Streckenrekord beim diesjährigen Handbikingwettbewerb rund um die Müritz zum zweiten Mal Sieger.

      Zwischenzeitlich sah es gar nicht so gut, denn wiedermal spielte die Technik nicht mit - diesmal war es ein Platten, der sein Vorhaben fast scheitern ließ.

      Aber Volker Klemmer ist ein Kämpfer wie er im Buche steht. Mit einem einmaligen Kampfeswillen machte er sich auf die Verfolgung von Jan Phillip Ohm (Otto Bock Team / Rendsburg). Aufgrund seines Heimvorteiles und den daraus resultierenden besseren Streckenkenntnissen konnte er den 18jährigen Rendsburer noch knapp vor dem Ziel abfangen. Jan Phillip Ohm (Endzeit: 03:00:48 Stunden] hatte sich kurz vor Rennende verfahren, weil er annahm, dass das Ziel genau dort ist, wo auch der Startschuss fiel.

      Außerdem beklagte sich der junge Mann beim Organisator darüber, dass die Zielgasse zu eng wäre und man dort keinen Sprint mehr fahren könne. Der Drittplatzierte Hans-Theo Wendland (BSG Müllheim) verfuhr sich ebenfalls auf der Strecke. Sein Tacho zeigte am Ziel 97 km an. Trotz dieses Umweges schaffte er die Strecke immerhin noch unter vier Stunden (seine Endzeit: 03:59:33 Stunden).

      Zu den Vorwürfen möchte der Veranstalter kurz Stellung nehmen:

      Der Veranstalter hat die Kritik aufgenommen und wird sich bemühen, bereits zum nächsten Rennen die Streckenbeschilderung für die Handbiker zu optimieren.

      Bezüglich der engen Zielgasse: An der engen Zielgasse werden wir auch in den kommenden Jahren festhalten. Für die Sportler heißt dies, dass die Entscheidung auf der Strecke gesucht werden muss.

      Am Ende des Tages waren dennoch alle Handbiker zufrieden, glücklich und sich einig darüber, dass die Müritz-Umrundung eine echte Herausforderung und ein unvergessliches Erlebnis ist. Übrigens: Bisher haben acht Handbiker die Müritz umrundet - hier die “Ewige Rangliste”.   top

       


       

      Wenn die Hornisse sticht

      Bei der Veranstaltung kam es zu einem kleinen Zwischenfall.

      Der Nordkurier berichtete in der Müritz-Zeitung (Ausgabe: Montag, 25. August 2008, Seite 11):

       

      Zwischenfall bei Müritz-Lauf Zwischenfall

      MÜRITZKREIS (ISD). Unliebsame Bekanntschaft mit Hornissen haben zehn Teilnehmer des Müritz-Laufes geschlossen.

      In der Nähe von Zielow wurden sie von ihnen alltackiert. Der ehrenamtliche Sanitätsdienst eilte mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt zur Hilfe, außerdem kamen die Rettungsdienste aus Bollewick, ebenfalls mit Notarzt, sowie aus Mirow. Nach Auskunft von Notärztin Claudia Schafranka zeigten acht der Läufer nur örtliche Hautreaktionen, sie konnten nach einer kurzen Behandlungspause den Müritz-Lauf fortsetzen.

      Eine Läuferin musste jedoch ins Müritz-Klinikum gebracht werden. Dass die Hornissen von den Erschütterungen der Läufer aufgeschreckt wurden, glaubt die Notärztin nicht. So etwas könne immer mal passieren, meint sie. Müritz-Lauf-Kenner erinnern sich, dass es schon einmal einen Zwischenfall mit Wespen gegeben hat.

      Der Veranstalter ergänzt: Die Teilnehmerin, die im Müritz-Klinikum aufgenommen und medizinisch versorgt wurde, ist zwischenzeitlich wieder gesund entlassen worden.

      Wissenswertes zur Hornisse: http://de.wikipedia.org/wiki/Hornisse top

       


       

      1. LAV Rostock ließ den Traum vom 6. Sieg platzen

      Der MSC Waren war zuletzt ungeschlagen. Als fünffacher Meister und Rekordhalter waren die Männer vom MSC als Favorit beim Müritz-Team-Lauf (Männer) gesetzt. Diese Favoritenrolle wollten sie jedoch nicht so recht annehmen, denn sie wussten von der Stärke der Läufer des 1.LAV Rostock.

      Beim diesjährigen Müritz-Team-Lauf gingen von 37 gemeldeten insgesamt 35 Teams an den Start. Ein buntes Feld: Laufgruppen, Vereine, Fun- und Firmen-Teams lieferten sich ein heißes Gefecht. Es war ein spannender Wettkampf und ein schnelles Rennen, bei dem nicht nur die Läufer ihr Bestes gaben, sondern auch die Team-Betreuer. Denn anders als bei anderen Läufen ist es beim Müritz-Team-Lauf möglich, dass die Betreuer ihre Läufer auch während des Laufes begleiten und betreuen. Solange mengenmäßig keine Beschränkungen notwendig werden, wird der Veranstalter diese Möglichkeit auch weiterhin einräumen.

      Allerdings kam es dieses Jahr zu einem Protest, weil ein Läufer im Windschatten seines Fahrrad-Begleiters lief. Dem Protest wurde nicht stattgegeben.

      Da sich mittlerweile genauso viele Begleiter wie Läufer auf der Strecke befinden, weist der Veranstalter noch einmal eindringlich darauf hin, dass Windschattenrennen untersagt sind. Dies entspricht nicht den Regeln und der Fairness des Müritz-Team-Lauf.

      Am Ende setzte sich das Team vom 1. LAV Rostock (Thomas Deichmann, Tom Schlegel, Karl Schreiber, Reno Korlep, Christian Amling, Katharina Splinter, Arne Welenz und Reno Kolrep) durch und ließ somit die Träume des MSC von einem 6. Sieg platzten. Zudem verbesserten die Rostocker den Streckenrekord um 12 Minuten 33 Sekunden auf nunmehr 04:35:58 Stunden.

      Die MSC-Männer um Paavo Lohmann liefen mit 04:52:19 Stunden ihre zweitbeste Zeit aller bisherigen Teilnahmen. Trotz dieser Spitzenleistung reichte es letztendlich dennoch nur für Platz 3. Das Team “Der Rest” (ebenfalls aus Rostock) war an diesem Tag jedoch noch stärker. In den Vorjahren (2. und 3. Plätze hinter dem MSC) gingen sie diesmal mit 04:49:07 Stunden über die Ziellinie und belegten somit den verdienten 2. Platz.

      Im Gespräch zeigte sich Paavo Lohmann enttäuscht, aber dennoch sehr fair: “Der 1. LAV Rostock und “Der Rest” waren heute klar besser. Aber wir blicken nach vorn.” Auch wenn der MSC Waren beim 8. Müritz-Team-Lauf doch Einiges verloren hat, ein Titel bleibt: “Fünffacher Sieger in Folge”.    top

       


       

       

      die-laufbekanntschaftenMüritz-Team-Lauf der Frauen: Neuer Rekord für “Die Laufbekanntschaften”

      Noch Stunden danach feierten “Die Laufbekanntschaften” aus Berlin ausgelassen ihren Sieg beim Müritz-Team-Lauf im Wettbewerb der Frauen.

      Dazu hatten sie auch allen Grund, denn der Sieg wurde mit dem neuen Streckenrekord (05:19:16 Stunden) gekrönt. Als Siegerinnen erhielt das Team dann noch einen wunderschönen Pokal, 100 Euro Streckenrekord-Prämie und außerdem viel Sekt, den Christian Däuble (Ladenbesitzer am Warener Stadthafen) allen Podiums-Platzierungen sponsorte.

      Sechs Frauen-Teams gingen insgesamt an den Start. Wie bereits im Vorjahr belegten: * den 2. Platz das Team vom LAV Waren mit 06:06:25 Stunden und * den 3. Platz das Opel Schlingmann Mum Team mit 06:12:23 Stunden. Dabei ist anzumerken, dass beide zuvor genannten Teams ihre Laufleistung zum Vorjahr um rund 18 Minuten verbessert haben.   top

       

       

       

       


       

      Grandioser Einstieg beim Städte-Lauf Ronald Hampe (MSV Neuruppin)

      Am 14.08.2008 ging um 21.16 Uhr die Online-Anmeldung von Ronald Hampe bei den Müritz-Lauf-Organisatoren ein.

      Zu diesem Zeitpunkt war er noch unbekannt, aber spätestens nach dem diesjährigen Städte-Lauf kennt ihn jeder.

      Es war ein großartiger Auftritt - ein Schaulaufen des -am 24.12.1967 geborenen- Läufers vom MSV Neuruppin.

      In einem sehr stark besetzten Teilnehmerfeld (111 Finisher) verbesserte Hampe mit 01:42:21 Stunden die alte Bestmarke von Dr. Dirk Albrecht (Sieger von 2004 - 2007) um 5:47 Minuten. Auch die Plätze 2 bis 5 (Jens Bartusch, Henning Große, Thomas Nobs und Jürgen Bremels) blieben unter dem alten Streckenrekord.

      Somit war der diesjährige Städte-Lauf der bisher schnellste Männer-Wettkampf.

      Im Wettbewerb der Frauen gingen 23 Läuferinnen an den Start. Hier gewann Bertina Druschke (Glienicke/ Nordbahn) mit 02:09:59 Stunden vor Uta Bünger (Schwerin) und Anja Grothe-Kraft (LC Dosse-Wittstock).   top

       

       

       

       

       


       

      “Der junge Mann braucht das Geld eher als ich”

      sagte Christian Joachimmeyer vom FC Barcelona im Ziel; fügte aber weiter hinzu: “Thomas Hartung war gut unterwegs und hat mich ganz schön gefordert. Zum Ende hätte ich vielleicht noch etwas zulegen können, aber das hebe ich mir für das nächste Jahr auf.”

      Was war passiert? Der Vorjahressieger der Städte-Wanderung, Christian Joachimmeyer, ging mit Thomas Hartung, dem Neubrandenburger Studenten, Seite an Seite die 28,2 km von Röbel/ Müritz nach Waren (Müritz). Beide gingen so schnell, dass sie schon auf den letzten Kilometern wußten, dass garantiert der Streckenrekord fallen wird.

      Da der Veranstalter für einen neuen Streckenrekord 100 EUR vergibt, ließ Joachimmeyer Hartung beim Zieleingang einfach zweit Schritte vorausgehen. Eine faire Geste, die zeigt, dass “Geben mehr ist als Nehmen”.

      Fast jeder kennt die gemeinsamen Duelle zwischen den britischen Zehnkämpfer Daley Thomson und dem Deutschen Jürgen Hingsen. Man darf gespannt sein, ob die Städte-Wanderung zukünftig das Duell “Joachimmeyer vs. Hartung” sein wird.

      Den dritten Platz belegte Lothar Hartung (ebenfalls SV Turbine Neubrandenburg) - seine Zeit: 03:24:04 Stunden.

      Michael Genschmer, der als Einziger an allen Städte-Wanderungen teilnahm, konnte seine Zeit auf 04:11:20 Stunden verbessern.

      Bei der Siegerehrung der Frauen meinte die Siegerin Sabine Bening (Uckerland) auf dem Siegerpodest stehend: “Mir ging es nur um die Zeit.” Dieses Ziel hat sie erreicht: Neuer Streckenrekord - 03:22:57 Stunden. Die weiteren Platzierungen: 2. Platz: Gabriele Brumlich (WSG 81 Königs-Wusterhausen) 05:11:14 Stunden;  3. Platz: Brunhilde Joachimmeyer (Bohmte-Hunteburg) 05:11:15 Stunden   top

       


       

      Mecklenburger sind herzlich

      perugina-2008Die Mecklenburger sind herzliche Menschen und besonders gastfreundlich. Das konnten nicht nur die sechs Italiener aus der Partnerstadt Magione (Gäste der Stadt Waren) spüren, sondern auch alle anderen Teilnehmer.

      In seinem Grußwort versprach Bürgermeister Rhein mit den Sportlern zu feiern. Dieses Versprechen hat er gehalten. Bürgermeister Rhein blieb bis zum Ende der Veranstaltung. Bürgermeister Günter Rhein (li) mit dem M-V Landtagsabgeordneten Rudolf Borchert (re) Gäste der Stadt Waren (Müritz) Sportler von Atletica Avis Perugina Die italienischen Sportfreunde haben im Gegenzug auch Sportler aus Waren (Müritz) nach Magione eingeladen.   top

       

       


       

      Kurz notiert

      eberhard-kuenzel-2008

      In diesem Jahr liefen fünf Läufer aus Waren (Müritz) den 76,7-km-Ultramarathon: Bernd Lehmann, Uwe Mahlow, Matthias Binder, Thomas Hübner und Bernhard Jürß.

      Hagen Brumlich (einziger Teilnehmer, der alle Müritz-Läufe lief) belegte mit einer Zeit von 08:15:46 Std. den 54. Platz in der Gesamtwertung.

      40 Teilnehmer! - “Opel Schlingmann” aus Waren (Müritz) ist das stärkste Gesamtteam.

      Alleine im Team “Novo Nordisk Team Mainz” liefen fünf Doktoren. Die medizinische Versorgung auf der Strecke dürfte damit gesichert gewesen sein. :-) Beim Müritz-Team-Lauf starteten u.a. auch drei Klinikteams. Das schnellste Klinikteam stellte die Fachklinik Waren. Der 2. Platz geht an das Hanseklinikum Wismar. Platz 3 belegt das Team MediClin Plau am See.

      Internationales Laufteam: Das “internationalste” Laufteam “SC Brandenburg Berlin” belegte Platz 15. (Wilfried Rosellen,  Sabine Poews, Ross Layden, Tanya Layden (alle England), Bernhard Hermann, Egidijus Prauckus (beide Litauen), Petra Skiebe-Corette und Gayle Lee (beide Australien)

      Unwiderruflich in die Geschichtsbücher des Müritz-Lauf hat sich Dr. Eberhard Künzel als 1. Tretrollerfahrer eingetragen. Er benötigte für die Müritz-Runde 05:11:35 Stunden.   top

       


       

      Nachlese: Läuferbericht von Michael Hopp zum Ultramarathon

      Am vergangenen Sonnabend, den 23. August 2008, fand im mecklenburgischen Waren an der Müritz die 8. Auflage der Müritz- Umrundung statt. Dieser Ultramarathon erfreut sich deutschlandweit immer größerer Beliebtheit. Der Veranstalter ESV Waren e. V. konnte einen neuen Teilnehmerrekord vermelden. Insgesamt gingen über die Distanz 76,7 km (Einzel- und Staffellauf, Handbiker) sowie dem Städtelauf von Röbel nach Waren über 28,4 km (inclusive Städtewanderung, Walking) 630 Starter auf die Strecke. Für den Hauptlauf hatten mehr als 120 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Deutschland gemeldet.

      start-2008

      Der Hauptlauf wurde am Morgen um 08:00 Uhr gestartet. Das Wetter meinte es anfangs gar nicht gut mit den Läufern. Die Nacht zuvor und zum Start am Stadthafen von Waren regnete es ausgiebig. Zum Glück wurde bei optimalen Temperaturen um 15 °C der Regen immer weniger und die Sonne ließ die schöne Landschaft in einem freundlichen Licht erscheinen. Nur der sehr böige Wind machte auf den vielen freien Streckabschnitten den Läufern zu schaffen. Die Strecke führt im ersten Abschnitt an der Ostseite der Müritz entlang durch ein einzigartiges Naturschutzgebiet, dem Müritz- Nationalpark. Nach etwa 20 Kilometern wird die Landschaft weitläufiger und jeder ist froh, wenn er nach etwa 47 km den Südteil der Müritz passiert hat und den Stadthafen von Röbel erreicht. Von hier aus geht es über hügeliges Gelände in Richtung Klink und weiter nach Waren zurück.

      An vielen Stellen kann man die Müritz , den größten deutschen Binnensee, in seiner ganzen Größe sehen.

      Die ganze Organisation hält das, was wir Läufer erwarten: Die Ausschilderung erfolgt an allen wichtigen Punkten, so dass ein Verlaufen kaum möglich ist. Viele Helfer stehen an der Strecke und weisen zusätzlich den Weg. Einige Ultramarathonläufer beklagten die fehlende Kilometerausschilderung. Hier im Müritz-Nationalpark wird nicht, wie bei anderen Großveranstaltungen üblich, alle 5 km eine Ausschilderung vorgenommen. Dafür kann sich jeder an den Verpflegungspunkten, die in der Streckenbeschreibung genau benannt sind, über die bereits gelaufenen Kilometer informieren.

      Die Getränkestellen und Verpflegungspunkte sind so ausreichend, dass auch bei großer Hitze regelmäßig getrunken und gegessen werden kann. In diesem Jahr konnten wir erleben, dass auch bei Notfällen die medizinische Versorgung schnell gewährleistet wird. Nach etwa 36 km machten 10 Teilnehmer Bekanntschaft mit Hornissen. Sie wurden von ihnen angegriffen und letztendlich mehrfach gestochen. Die herbeigeeilten Sanitäter sowie ein Notarzt konnten schnell die Versorgung vor Ort vornehmen. Bis auf eine Läuferin, die ins Krankenhaus gebracht wurde, konnten die anderen den Lauf fortsetzen. Man ist also auch vor solchen unliebsamen Überraschungen nicht sicher.

      Was ist zum Rennverlauf zu sagen? Der Berliner Hansmartin Spatzier legte ein höllisches Tempo vor und schien der sichere Sieger zu sein. Das hohe Anfangstempo in den dahinter liegenden Gruppen zwang auch Jan Prochaska (LG Nord Berlin), unseren frisch gebackenen Deutschen Meister der DUV im 24- Stundenlauf, sehr konzentriert und zügig das Rennen zu beginnen. Jan nahm im Alleingang die Verfolgung auf und konnte etwa 4 km vor dem Ziel den Ausreißer einholen und noch klar distanzieren. Die Siegerzeit von 5:34:20 h kann sich sehen lassen. Jan verpasste seinen eigenen Streckenrekord nur um etwa 5 Minuten. Ein großes Kompliment an Hansmartin Spatzier, der nach 5:36:51 h auf Platz 2 einlief.Mit etwas Abstand lief in der immer noch sehr guten Zeit von 6:00:33 h Karsten Schmidt aus Klein Krams ins Ziel.

      Und das geschah bei den Frauen: Der Streckenrekord, gehalten mit 7:20:59 h von Simone Stegmayer von der LG Nord Berlin, erschien mir beim Lesen der Starterliste mehr als gefährdet. Denn keine andere als Grit Seidel, ebenfalls von der LG Nord Berlin, konnte ihn brechen. Nach einem hervorragenden Rennen kam Grit als erste Frau und 19. des Gesamteinlaufes als Siegerin ins Ziel.

      Sie knackte in der Frauenwertung erstmalig die 7- Stunden- Grenze und kam nach 6:56:32 h glücklich im Stadthafen von Waren an. Auf Platz 2 kam Petra Michel von der SV Post Telekom Schwerin mit einer Zeit von 7:27:30 h. Daniela Dilling vom KSC Strausberg hatte offenbar noch nicht genug vom Leipziger 100 km Lauf eine Woche zuvor. Sie startete auch in Waren und belegte nach 7:39:10 h den 3. Platz.

      Dieser Lauf war eine gelungene Veranstaltung, die mit viel Herz und Freundlichkeit durchgeführt wurde.

      Dafür gebührt den Organisatoren um Wolfgang Nicolovius unser ganzer Dank.   top