7. Müritz-Lauf
Geschrieben von: René Nicolovius   

Schlagzeilen vom 25.08.2007

 


 

Das war ein tolles Lauffestival an der Müritz

Liebe Sportfreunde, liebe Teilnehmer liebe Helfer, liebe Sponsoren!

Der 7. Müritz-Lauf ist nun vorbei. Beim 6. Müritz-Lauf begrüßten wir noch 434 Teilnehmer, dieses Jahr waren es sogar mehr als 561 Teilnehmer aus allen Teilen Deutschlands. Das zeigt, dass sich unser Engagement im Vorfeld gelohnt hat.

Auch in der Vorbereitung unseres Laufevents an der Müritz und der Durchführung der Laufveranstaltung verlief fast alles reibungslos.

Für die Verzögerung bei der Auswertung des Städte-Laufes bitte ich nochmals um Ihre Entschuldigung und danke auch gleichzeitig für Ihr Verständnis. Noch während der Veranstaltung ist es uns gelungen, die Ergebnislisten entsprechend zu erstellen und die Urkunden zu drucken.

Im Namen des Veranstalters darf ich Ihnen mitteilen, dass wir Ihnen diese auf Wunsch umgehend postalisch zustellen werden. Trotz dieses einzigen Problems war die Veranstaltung ein toller Erfolg für uns als Veranstalter und ein bleibendes Erlebnis für die Teilnehmer.

Ich möchte mich bei den Sportlern nicht nur für Ihre Teilnahme bedanken, sondern allen gleichzeitig für die erbrachten sportlichen Höchstleistungen gratulieren. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den zahlreichen Vereinsmitgliedern bedanken, die mit viel Energie unseren Müritz-Lauf aktiv unterstützt haben. Ein besonderer Dank an unseren Schirmherren Wolf-Dieter Ringguth und die Sponsoren des Müritz-Lauf für die finanziellen Zuwendungen.

Ich wünsche Ihnen allen weiterhin alles Gute für Ihren privaten und sportlichen Werdegang.

In diesem Sinne verbleibe ich mit sportlichen Grüßen und hoffe, Sie auch beim 8. Müritz-Lauf am 23.08.2008 hier in Waren (Müritz) begrüßen zu dürfen.

Wolfgang Nicolovius
Vereinsvorsitzender des ESV Waren e.V. top

 


 

LG Nord Berlin dominiert beim 7. Müritz-Lauf (Ultramarathon)

Zwei Berliner Marathonläufer, Michael Vanicek und Jan Prochaska, versprachen im letzten Jahr, wieder an die Müritz zu kommen, um zu siegen.

Lange hielten beide sich mit ihren Anmeldungen zurück. Fünf Tage vor Wettkampfbeginn meldeten sich dann Jan und Michael zum 7. Müritz-Lauf an. Michael Kruse (Startnummer 171) Gleiches Spiel bei der Konkurrenz. Späte Anmeldung der starken Widersacher, Frank Wallbrecht (LAV Tübingen) und des Triathlen Michael Kruse (Tri-Sport Schwerin). Nach dem verregneten August war das Wetter an diesem Samstag fast ideal. Die Temperaturen (zwischen 21 und 26 Grad) waren erträglich - lediglich die hohe Luftfeuchtigkeit machte dem Einen und Anderen zu schaffen.

Nachdem der Schirmherr, Wolf-Dieter Ringguth, den Läufern alles Gute mit auf den Weg gab, eröffnete Wofgang Nicolovius, Cheforganisator des Müritz-Lauf, mit einem Schuß pünktlich um 08.00 Uhr den Laufwettkampf. 72 Männer und 11 Frauen sowie Volker Klemmer (ein Handbiker vom Müritz-Sportclub Waren) machten sich auf den Weg, um den Müritz-Rundkurs von 76,7 km zu bezwingen.

Unter den Teilnehmern waren viele bekannte Gesichter aus dem Vorjahr. Neben Hagen Brumlich, der als Einziger bisher alle Ultramarathon-Läufe bestritt, war ebenfalls Michael Hopp als Gewinner des 2. Müritz-Lauf am Start. (Michael Hopp konnte aufgrund von Verletzungen die letzten drei Jahre leider nicht teilnehmen.) Schon zu Beginn des Rennens zeigte Frank Wallbrecht, was er beabsichtigte. Mit einem relativ hohem Tempo setzte er sich an die Spitze und baute seine Führung bis zur Specker Landstraße auf 35 Sekunden aus. Die anderen Top-Favoriten ließen es dabei gemächlicher angehen. Es bildete sich eine neunköpfige Verfolgergruppe, die lange zusammen blieb. Kurz vor Schwarzenhof musste Frank Wallbrecht seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und gab die Tete an den Berliner, Jochen Stöckmann, ab. Danach folgten Frank Wallbrecht, Lars Pingel, der Warener Bernd Lehmann und Werner Hirsch von der DUV Mannheim.

Hinter der Spitzengruppe lief die siebenköpfige Verfolgergruppe mit Karsten Rybka (Team Oberhavel), Jan Prochaska und Michael Vanicek (beide LG Nord Berlin), Michael Kruse (Tri-Sport Schwerin), Michael Hopp (Lok Seddin), Mathias Renner (Oerholz) Ralf Traeger (Großbeeren) und Hanno Arnold (Dresden). Zwischenzeilich betrug der Vorsprung der Spitze gar 5 Minuten. Beide Gruppen blieben bis Rechlin zusammen. Ab dem 30sten Kilometer änderte sich dann das Bild. Die Gruppen fielen auseinander; jeder war auf sich allein gestellt. Nur Prochaska und Vanicek blieben zusammen und begannen, das Feld -Einem nach dem Anderen- zu überholen. Auch in Waren (Müritz) waren beide Läufer, die nicht nur beim Müritz-Lauf, sondern auch schon beim Spartathlon für Deutschland liefen, unzertrennlich und pushten sich gegenseitig zum Sieg.

Schulter an Schulter, mit hochgestreckten Armen und von den Zuschauern umjubelt, liefen beide gemeinsam mit einer Zeit von 06 Stunden 11 Minuten und 50 Sekunden in das Ziel und standen als Doppelsieger fest. Mit nur 4,5 Minuten Rückstand belegte Lars Pingel von SV Neuland den 3. Platz. Nachdem bei Frauen Regina Leu und Ute Wollenberg in den Vorjahren bereits zwei Siege für sich verbuchen konnten, können dies jetzt auch bei den Männern die beiden Spitzensportler: Jan Prochaska und Michael Vanicek.

Übrigens:

Bei den Frauen ging der Sieg über die Ultramarathondistanz ebenfalls an die LG Nord Berlin. Es gewann Silke Stutzke mit einer Zeit von 07:30:22 Stunden vor Susanne Mahlstedt - Lübecker SC (07:39:33 Stunden) und Annett Bahlke - PLC ( 07:42:41 Stunden). Ein großes Kompliment auch an die Nächstplatzierten, die den Männern in Nichts nachstanden. In die ewige Rangliste haben sich eingetragen: Sylvia Böhnke-Westphal aus Hamburg, Sylvia Rehn vom 100-Marathon-Club, Loredanna Kindt (jkrunning), Wiebke Drossel (Burgdorf), Daniela Dilling (TB Werbelinsee) und Ramona Mayer vom LSV Teterow.


 

Als einziger Handbiker ging Volker Klemmer vom MSC Waren an den Start des Ultramarathon. Im Kampf gegen die Uhr bot er einen fantastischen Wettkampf. Noch vor dem Startschuss zum Städte-Lauf und der Städte-Wanderung passierte er den Stadthafen von Röbel/ Müritz. Im Ziel unterbot er die bisherige Bestzeit von Walter Enders (RSV Lahn) um mehr als 1,5 Stunden. Der neue Streckenrekord beträgt jetzt 03:10:21 Stunden. Handbiker Volker Klemmer vom MSC Waren top

 


 

Erste internationale Müritz-Läufer

Bernd Tritscher (Österreich, LC Saalfelden) und Ton Aker (Niederlande, AVA´47) sind die ersten internationalen Müritzumrunder.

Beide gehen somit unwideruflich in die Chronik des “Müritz-Lauf” ein. Für den 76,7-km-Rundkurs um den größten deutschen Binnensee benötigten Bernd Tritscher 06:56:38 Stunden (Gesamtwertung: Platz 9) und Ton Aker 07:48:38 Stunden (Gesamtwertung: Platz 34). top

 

 

 

 


 

Die Männer vom MSC Waren gewinnen zum 5. Mal - Die Damen von LC RON-HILL Berlin mit neuem Rekord

Das Starterfeld beim Müritz-Team-Lauf war dieses Jahr das größte aller Zeiten. Insgesamt 34 Männer- und 9 Frauen-Teams starteten um 10.00 Uhr am Stadthafen Waren (Müritz). Die meisten Teams kamen vom Autohaus Schlingmann aus Waren (Müritz) mit 5 an der Zahl, gefolgt vom Müritz-Sportclub Waren und Swiss o Pair mit jeweils drei Mannschaften. Der Müritz-Team-Lauf war besonders spannend. Zu Beginn des Wettkampfes stand die Frage, ob der MSC Waren auch dieses Jahr wieder gewinnen würde. Ja, sie siegten! Mit mehr als 6 Minuten Vorsprung gewannen die Lokalmatadoren vor dem Opel-Schlingmann-Run-Team (ebenfalls aus Waren (Müritz)) und dem “Rest” aus Rostock, die 2006 schon den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegten.

Bei den Frauen ging die Staffel vom LAV Waren als Vorjahressieger und Streckenrekordhalter favorisiert in das Rennen. Die Damen vom LAV Waren mussten sich dieses Jahr allerdings geschlagen geben. Es gewannen diesmal die Frauen von LC RON-HILL Berlin mit einem phänomenalen Streckenrekord. Die Berlinerinnen verbesserten die bisherige Bestzeit um fast eine dreiviertel Stunde auf nunmehr 05:46:34 Stunden.  top

 

 


 

Der König des Städte-Laufes - Dr. Dirk Albrecht (SV Greifswald 04) gewinnt zum 4. Mal in Folge

Als dreimaliger Sieger war klar, dass Dr. Dirk Albrecht Favorit beim Städte-Lauf ist. Und auch diesmal ist er seiner Favoritenrolle gerecht geworden und verwies seine Gegner auf die nachfolgenden Plätze.

Vier Siege in Folge - einmalig, beeindruckend und faszinierend zugleich. Deshalb ist der Greifswalder zurecht der König des Städte-Laufes.

Die Chancen der Herausforderer Daniel Biemann (aus Minzow - Zweitplatzierter 2006) und Peter Gierleit (aus Rathenow) standen zu Beginn des Wettkampfes nicht schlecht, denn Dr. Albrecht konnte im Vorfeld verletzungsbedingt nur wenig trainieren.

Insgesamt war das Starterfeld der Männer und somit die Konkurrenz auch wesentlich größer als in den Jahren zuvor. Der Rennverlauf ist schnell erzählt. Bis Sembzin führten die Herausforderer, nach Sembzin der Favorit. Dr. Albrecht siegte mit einer Zeit von 01:49:36 Stunden, Zweiter wurde Daniel Biemann mit 01:54:22 Stunden und Dritter Peter Gierleitt mit 01:54:22 Stunden.

Bei den Frauen starteten diesmal insgesamt 30 Teilnehmerinnen. Die Siegerin der Vorjahre, Madeleine Lorenz aus Buchholz, war dieses Jahr nicht am Start. Den Laufwettbewerb bei den Frauen konnte Uta Bünger aus Schwerin mit einer Laufzeit von 02:21:12 Stunden für sich entscheiden. Zwei Minuten später liefen die Zweiplatzierte Andrea Heschel (Dresdner Durchläufer - Zeit: 02:23:25 Stunden) und Anke Maurer (Sc Wetterbach - Zeit: 02:23:27 Stunden) in das Ziel. Die meisten Läufer beim diesjährigen Städte-Lauf stellte die Mannschaft vom TV Norden. Die Ostfriesen gingen mit 17 männlichen Läufer und 9 weiblichen Läuferinnen an den Start. top

 


 

Zwei neue Streckenrekorde bei der Städte-Wanderung

Das Teilnehmerfeld bei der Städte-Wanderung war zwar nicht all zu groß (7 Männer und 4 Frauen), aber dafür waren die Leistungen um so größer.

So haben Christian Joachimmeyer vom FC Barcelona und Silvia Stahlberg vom ESV Lok Zwickau nicht nur die jeweiligen Gesamtwertungen gewonnen, sondern zudem auch noch die bisherigen Streckenrekorde verbessert.

Christian Joachimmeyer benötigte für die 28,2-km-Distanz zwischen Röbel/ Müritz 03:38:55 Stunden; Silvia Stahlberg 03:43:18 Stunden.

Erfreulich für den Veranstalter war, dass zwei Sportler vom Vorjahr wieder am Start waren.

Werner Krymowski (LT Hemsbach) und Michael Genschmer (Nordic Walking Belzig) sind begeistert von der Wanderstrecke am Westufer der Müritz und kommen gerne in das Land der tausend Seen. top

 

 


 

Beim zweiten Anlauf geschafft

Nicht umsonst gehört der Müritz-Lauf zu den härtesten Ultraläufen in Deutschland.

Jahr für Jahr treten Extremsportler an, um den Rundkurs um Deutschlands größten Binnensee zu bezwingen.

Nicht alle schaffen dies - auch dieses Jahr gab es wieder Ausfälle auf der Strecke.

Im letzten Jahr traf es unter anderem auch den Berliner Stefan Scholz. Kurz vor der Anhöhe in Sembzin waren die Beine bei ihm so hart, dass er keinen Schritt mehr laufen mochte. Der Besenwagen war die einzige Rettung, um nach Waren (Müritz) zu kommen.

Beim zweiten Anlauf hat Stefan die 76,7 km geschafft. Für die Distanz benötigte er am Ende eine Zeit von 09:35:62 Stunden. Am Ziel war er überglücklich.

In der Gesamtwertung des 7. Müritz-Lauf belegte er den 67. Platz; in der “Ewigen Rangliste” steht er mit dieser Zeit nach dem siebten Wettbewerb auf Platz 155.

Stefan Scholz ist ein Beispiel für physische Kraft und unbeugsamen Willen.
Insgesamt haben 2 Handbiker, 29 Frauen und 169 Männer die Müritz umrundet.
Die Müritz macht Helden - Stefan Scholz gehört jetzt dazu. top

 


 

Rund um die Müritz – Mecklenburg lädt ein

(Läuferbericht von Michael Hopp - Sieger des 2. Müritz-Lauf)

Endlich war es wieder soweit: Am 25. August 2007 fand einer der schönsten Landschaftsläufe Deutschlands zum 7. Mal in Waren/ Müritz statt.

Mit Waren verbinden mich viele Erinnerungen: Schon in den achtziger Jahren machte ich oft Urlaub an der Mecklenburger Seenplatte. Ich wäre damals trotz meiner aktiven Zeit als Sportler nie auf die Idee gekommen, einmal in Waren zu laufen. Das änderte sich in den neunziger Jahren mit mehreren Teilnahmen am (leider) abgeschafften Warener Team- Marathon.

Als ich 2001 vom Lauf „Rund um die Müritz“ erfuhr, wurde ich hellwach, weil es einfach die Herausforderung darstellt, mitten im Sommer einen Ultramarathon in einem der schönsten Naturparks Deutschlands in Angriff zu nehmen. Michael Hopp, Sieger des 2. Müitz-Lauf In diesem Jahr bin ich seit 1998 zum 8. Mal in Waren an den Start gegangen, dabei zum 3. Mal beim Müritz- Lauf. Leider konnte ich gesundheitsbedingt erst nach vierjähriger Unterbrechung wieder an diesem Lauf teilnehmen. Deshalb war es um so interessanter für mich zu erfahren, wie hat sich diese Laufveranstaltung entwickelt? Wir wissen, dass die Vereinsmitglieder des ESV Waren e.V. die Organisation und Betreuung der Veranstaltung übernommen haben. Sie bringen uns Läufern immer den nötigen Respekt und jegliche Unterstützung entgegen. Unser Dank gebührt den zahlreichen Helfern, die besonders an den zahlreichen Verpflegungsstellen uns Läufer immer gut betreut haben. Ich kenne kein vergleichbares Beispiel in Deutschland, in dem Boxer eine Ultramarathonveranstaltung betreuen.

Am Sonnabend um 08:00 Uhr war es soweit. Das Laufgeschehen hat der Veranstalter in seinem Bericht sehr ausführlich wiedergegeben. Gut beraten war wegen der großen Schwüle besonders in den sumpfigen Gebieten derjenige, der ein gemäßigtes Anfangstempo wählte. Aber nein, mit dem Startschuss ging die Post ab und 6 Start- Ziel- Sieg- orientierte Läufer waren schnell vorausgeeilt. Die 7-köpfige Verfolgergruppe ließ es gemächlicher angehen. Diese hatte mein Anfangswunschtempo, aber noch vor Rechlin musste ich mich dann zurückfallen lassen. Die anderen waren einfach zu schnell für mich.

Zu diesem Zeitpunkt ermunterte ich meine Berliner Lauffreunde Jan Prochaska und Michael Vanicek, doch endlich mit der Aufholjagd zu beginnen. Sie sind beide in glänzender Form und für mich stand fest, dass sie die ersten beiden Plätze belegen würden. Als ich endlich allein war, konnte ich auch bewusster die Natur um mich herum betrachten. Der Streckenabschnitt vor Rechlin direkt an der Müritz mit dem neu angelegten Hafen konnte ich als schöne Bereicherung der Strecke entdecken. Mit dem Verlassen des Müritz- Nationalparks am Ostufer der Müritz verändert sich auch die Landschaft. Vipperow und Zielow haben diesen typischen Charme der Mecklenburger Seenplatte. Ab Zielow schauen wir von der Hügellandschaft oft auf die Müritz und wissen, dass wir das andere Ende heute noch erreichen wollen. Die Verpflegungspunkte werden häufiger und sind absolut ausreichend. Die zahlreichen Helfer sind sehr nett und kümmern sich mit viel Hingabe um uns Läufer.

Im weiteren Streckenverlauf gibt es die schwierige Streckenpassage zwischen Ludorf und Röbel, die auf der Landstraße mit mehr als 5 km fast geradeaus verläuft. Auf diesem Abschnitt überqueren wir die Marathondistanz und der Lauf fängt erst so richtig an. Hier habe ich immer die ersten Läufer überlaufen, die sich anfangs der Strecke etwas übernommen haben. Und so war es auch diesmal. Wenn man aber Röbel nach etwa 47 km erreicht hat, kann man sich ausreichend verpflegen, Mut schöpfen mit dem Wechsel der Himmelsrichtung und sich auf den Rückweg nach Waren einstimmen. Das Wetter meinte es gut mit uns, weil die Sonne durch ein paar Wolken auf diesem sonnenscheingefährdeten Abschnitt aufgehalten wurde. Der Rückweg über Gotthun, Zierzow, Sietow, Klink nach Waren ist auch sehr reizvoll. Man läuft über Felder, hat sehr gute Sicht auf die Müritz und kommt auch in schattenspendende Waldgebiete. Aber leider erscheint mir auch dann das Ziel immer noch als viel zu weit entfernt. Zwischen Klink (km 67) und Eldenburg mussten wir aufgrund von Waldarbeiten dann auch noch einen Umweg von mehr als einem Kilometer in Kauf nehmen. Das macht eben einen Landschaftslauf aus, Streckenveränderungen sind immer möglich. Und irgendwann erreicht man den Ortseingang von Waren. Der lange geradeaus führende Weg vom Warener Strandbad zum Ziel erscheint unendlich, doch plötzlich passieren wir den Stadthafen und schließen den Kreis für diesen Tag. Wolfgang Nicolovius empfängt jeden Läufer persönlich, die gesamte Familie ist neben zahlreichen Helfern im Zielbereich auf den Beinen.

Mein Fazit: Dieser Lauf ist einer der schönsten Landschaftsläufe. Dieser riesige Binnensee bietet so viel Sehenswertes, was eine Umrundung nur teilweise wiedergeben kann.

Deshalb mein Tipp: Nehmt das Fahrrad mit und verweilt noch in Waren, um die schönsten Winkel in Ruhe betrachten zu können. A

us sportlicher Sicht bleibt mir zu sagen: Der Lauf sieht nicht besonders schwer aus. Das ist trügerisch. Das Höhenprofil weist nur ein paar Bodenwellen aus. Ich war bestens beraten, die Kräfte für den Rückweg von Röbel nach Waren zu schonen. Mit meiner Zeit von 6:44:06 h konnte ich mich in der Gesamtwertung noch auf Platz 6 vorarbeiten. Darüber freue ich mich. Eine gute Platzierung und Zeit sind sehr schön, gelingen jedoch nicht immer wie gewünscht. Aber eigentlich ist dies gar nicht (mehr) so wichtig.

Das Erlebnis ist das, was bleibt. Diesen Lauf vergisst man nicht so schnell. Respekt vor allen Läuferinnen und Läufern, die bis zum Abend Waren erreicht haben. Jeder dieser Sportler genießt die Hochachtung. Das wurde mir unterwegs so oft bewusst. Viele Radfahrer, die auf dem Müritz- Radweg unterwegs waren, reagierten ungläubig, als wir Ultras ihnen sagten, von wo nach wo wir eigentlich laufen.

Die Organisation ist sehr gut, sehr persönlich und mit viel Herz für den Laufsport und zu Läufern erfüllt. Vielen Dank an Familie Nicolovius, an die vielen Helfer, die einfach aus Spaß an der Freude genau an diesem Tag die Ultramarathon- und Staffelläufer, Städteläufer, Wanderer, Handbiker und Walker großartig unterstützt haben.

Ich hoffe, dass ich nicht wieder 4 Jahre brauche, um an diesem schönen Sommererlebnis teilhaben zu dürfen.

Viele Grüße an alle Helfer! Michael Hopp top

 


 

7. Müritz-Lauf und mehr...

(Bericht/ Bilder von Jens Stahlberg - ESV Lok Zwickau)

Auf dem Weg nach Zaanstad im September 2006 berichtete mir Bert über den von ihm kurz zuvor überstandenen Müritzlauf. Dabei wurde die Idee geboren, einmal mit einigen Sportfreunden mehr an diesem Lauf teilzunehmen. Nur gut, dass nicht nur die von unserem Ultralangstreckler bevorzugte 76,7km-Distanz sondern auch eine 28,2km-Strecke sowie eine Staffel angeboten wird. Ansonsten hätte wohl Bert weiterhin weitestgehend allein fahren müssen.

Nach meiner Ankündigung in der vorjährigen Zeitung, fanden sich so nach und nach einige Interessierte. Letztendlich wurden es immerhin 21 Sportfreunde, wo denen 15 sich aktiv beteiligen wollten. Nach den üblichen Vorbereitungen wie Reservierung der Übernachtungsplätze, Vorbestellung eines Kleinbusses und den Anmeldungen starteten wir mit dem Neunsitzer und zwei PKW am 24.08. in Richtung Waren. Die Familien Schaal und Lindner weilten bereits zu ihrem Sommerurlaub vor Ort.

 

Erster Höhepunkt war die Ankunft in der Jugendherberge. Thomas nahm unsere „Forderung“ nach einem Empfangskomitee sehr ernst und wir wurden an einem schön gedeckten Tisch mit Kaffee, Kuchen und einem Schnäpschen empfangen – Begeisterung pur! Auch die Jugendherberge hinterließ sofort einen guten und sauberen Eindruck.

mueritz014Nach der etwas spontanen Verteilung unserer Sportfreunde auf die Vierbettzimmer und das eine Dreibettzimmer starteten wir den Spaziergang durch die schöne Stadt Waren und besorgten uns die Startunterlagen. Suchen mussten wir nicht – unserer Vororturlauber waren bestens über die Gegebenheiten informiert. Abends gingen wir noch paar Meter am ruhigen Feisnecksee spazieren, einige nutzten dies zu einem angenehmen Bad und anschließend saßen wir noch etwas im Hof unserer Unterkunft. Die Schkeuditzer Sportfreunde am Nachbartisch nutzten die Zeit zum minutiösen Planen ihrer Staffel am Folgetag. Wir sahen dies etwas lockerer und hatte viel Spaß dabei zu erörtern, wer wohl wem welches Kleidungsstück wo und wann übergeben müsste…

Samstags wurde in Anbetracht des Wettkampfes auf den Frühsport verzichtet und bereits 7 Uhr ein ausgiebiges Frühstück eingenommen. Günstigerweise verlief die Strecke der Ultras unmittelbar an der Jugendherberge vorbei. So konnten wir diesen bereits 8 Uhr gestarteten Läufern, einem Handbiker und besonders natürlich unserem Bert mit einem Gemisch aus Bewunderung und Mitleid zujubeln. Dann noch ein Foto und ab in den Kleinbus. Kurzfristig wurde beschlossen, dass Dietmar uns fährt und wir nicht die gestellten Busse für die Fahrt zum Start nach Röbel nutzen. Die Staffelläufer hingegen ließen sich von den Organisatoren um die Müritz herum verteilen und wir hofften, alle am Nachmittag wieder zu sehen…

Der Start in Röbel verlief planmäßig, punkt 10 Uhr gingen unsere 7 Läufer und Walkerin Silli auf die Strecke. Das Wetter spielte auch mit: Kurz nach dem Start zogen paar Wolken auf und verhinderten so die pralle Sonneneinstrahlung. Ich selbst begann sehr vorsichtig, war es doch schon drei Jahre her, dass ich eine Strecke jenseits des Halbmarathons absolviert hatte. Die kleinen Straßen und Wege ließen sich sehr angenehm laufen und ab etwa dem Kilometer 6 hatte ich mit Petra und Jens J. eine nette Begleitung. Unterwegs begegneten uns Angelika, die als Staffelschlussläuferin noch lange auf ihren Einsatz warten musste, sowie Petra und Dietmar, die noch mit dem Kleinbus unterwegs waren und ein paar Schnappschüsse machten. In Klink (ca. 9..10 km vor dem Ziel) spürte ich, dass ich keine Probleme bekommen würde, konnte leicht beschleunigen und kam dann auch gut im Ziel in Waren an. Auch die anderen Städteläufer folgten wohlbehalten in kurzen Abständen. Gespannt warteten wir noch auf Silli, die sich selbst mit einer Walking-Zielzeit von unter 4 Stunden etwas unter Druck gesetzt hatte. Beinahe hätte ich ihren Zieleinlauf verpasst, denn sie traf bereits nach 3:43 h ein – Streckenrekord!!!

Die Wartezeit auf Bert und Angelika verlief bei Nudeln oder Erbseneintopf, Bier oder Eis, angenehmen Wetter und guter Stimmung alles in allem sehr kurzweilig. Ständig kreuzten die Mitglieder der Cheforganisatorfamilie Nicolovius unsere Wege und knipsten was das Zeug hält. Das Ergebnis sind ca. 1300 Fotos auf deren Homepage. Und schließlich ließ Bert auch nicht lange auf sich warten; bereits nach 7:27 h hatte er die aus meiner Sicht unvorstellbare Laufstrecke einer Müritzumrundung hinter sich gebracht und blieb mit einer Kilometerzeit von 5:50 min deutlich über dem Schnitt von 10 km/h – alle Achtung! Da unsere Frauenstaffel erst 2 Stunden nach den Einzelläufern startete, war an Angelikas Eintreffen erst einmal noch nicht zu denken. Auch hatten wir nicht die rechte Vorstellung, wie lang die Staffel wohl für die Strecke benötigen würde. Erst nach Cordulas Ankunft, die die 5. und 6. Teilstrecke zurückgelegt hatte, waren wir über den wahrscheinlichen Zieleinlauf Angelikas informiert. Eine Minute nach 17 Uhr war es dann auch soweit und den Gesichtern nach zu urteilen, hatte allen 6 Staffelläuferinnen die Teilnahme sehr viel Freude gemacht.

Nach einem leichten Spaziergang verbrachten wir den Abend wieder in aller Gemütlichkeit im Hof der Jugendherberge. Leider mussten unsere beiden Urlaubsfamilien schon am nächsten Morgen abreisen und so konnten wir mit ihnen nur recht wenig Zeit verbringen. Etwas Sorgen bereitete uns Sigrid bzw. deren Fuß; sie konnte nach dem Lauf kaum auftreten. Der Sonntagmorgen begann für einige halb 7 mit einem Läufchen sowie einem angenehmen Bad im Feisnecksee. Nach so einem Start in den Tag schmeckt das Frühstück natürlich doppelt gut. Bereits ab 9 Uhr fuhren wir auf Berts und Thomas Empfehlung mit dem Nationalparkbus um die Ostseite der Müritz bis zum Bolter Kanal. Zur Bushaltestelle fuhren die Kugels mit ihrem Auto, da Sigrids Fuß noch nicht so recht wollte, was sich aber im Laufe des Tages besserte. Die Busfahrt war sehr kurzweilig, es gab viel zu sehen und ein Parkwächter erklärte nur für uns, denn es waren keine weiteren Fahrgäste an Bord, so einiges zu Flora und Fauna sowie zur Geschichte des Nationalparks.

Am Bolter Kanal charterten wir ein 12-Mann- sowie ein Dreimannkanu. Damit kamen wir doch recht schnell voran, querten drei Seen und durchfuhren die verbindenden Kanäle. Auch blieb etwas Zeit für einen kleinen Imbiss unterwegs. Zu lachen gab es so einiges, sei es bei der Überquerung der Straße oder bei einer missglückten Navigation von Steuermann Torsten, die das 12er Boot in diverses Geäst beförderte. Aus der Ferne konnten Isa, Bernd und ich gut lachen, musste ja niemand wissen, dass uns das mit dem Dreierboot auch schon passiert war. Erwischt hatte es eigentlich nur unsere sowieso schon geplagte Sigrid, sie bekam zusätzlich noch paar Kratzwunden ab. Auf der Rückfahrt mit dem Nationalparkbus legten wir noch einen Zwischenstopp am Käflingsberg ein und bestiegen den dortigen imposanten 55 Meter hohen Aussichtsturm. Hier konnten wir einen tollen Blick über das wald- und seenreiche Gebiet genießen. Abends wurde es an diesem Tag etwas kühler, sodass wir uns in den Schulungsraum zurückzogen. Die Leitung des Seminars zum Thema „Schwein“ übernahm Carla...

Auch der kommende Montagmorgen begann sportlich. Während Cordula, Petra und Torsten endlich die komplette Feisneckseerunde schafften, zogen Isa, Angelika und ich eine kürzere Laufstrecke vor und sprangen dafür noch einmal in die angenehmen Fluten. Auch Silli nahm ein Bad direkt am Müritzufer vor der Jugendherberge. Unmittelbar nach dem Frühstück verschwanden Baumanns, Petra, Jens und Torsten gen Zwickau. Alle anderen begaben sich noch auf einen gemütlichen Bummel durch Klink und fuhren erst gegen Mittag in Richtung Heimat. Ich denke, es war für alle Beteiligten ein angenehmes und aktives Wochenende. Nicht nur der Lauf als solcher, sondern auch das Drumherum und natürlich die guten Sportfreunde machen den Erfolg einer derartigen Veranstaltung aus. Ein dickes Lob natürlich auch an die emsigen Warener Müritz-Lauf-Organisatoren. Auf ein Neues im kommenden Jahr! So hoffe ich zumindest! Jens Stahlberg

Weitere Bilder auf der Homepage des ESV Lok Zwickau: http://www.lok-lauf.de/ top

 

 


 

Opel Schlingmann stellt das größte Team beim Müritz-Lauf 2007

(Quelle: Warener Wochenblatt, Jahrgang 16, Nummer 18 vom Montag, den 17. September 2007)

Als das Autohaus Schlingmann zum 1. Müritz-Lauf am 25.08.2001 erstmalig eine Staffel an den Start schickte, konnte noch keiner ahnen, dass sich das Laufen unter den Schlingmännern zu einer Leidenschaft entwickeln würde.

Mittlerweile hat sich an den zurückliegenden Müritz-Läufen vom Geschäftsführer bis zum Auszubildenden nahezu ein Viertel der Belegschaft beteiligt. Da es auch unter den Kunden und Freunden des Autohauses viele begeisterte Läufer gibt, hat sich die Anzahl der Schlingmann-Laufteams in den vergangenen Jahren stetig erhöht.

Beim diesjährigen Müritz-Lauf wurden nunmher 5 Staffeln auf die Müritzrunde geschickt, wobei dabei erstmals ein Kinderteam, bestehend aus 4 Mädchen und 4 Jungen im Alter von 9 bis 12 Jahren, die 76,7 km lange Strecke unter den gleichen Bedingungen wie die Erwachsenenteams zu bewältigen hatte. In Begleitung der Eltern und des Team-Arztes Stefan Ott absolvierten die Kids die einzelnen Strecken in teilweise erstaunlichen Zeiten. Beim gemeinsamen Zieleinlauf im Warener Hafen blieb die Uhr bei 6:44:29 h stehen. Während sich noch 16 Teams auf der Strecke quälten, war den Schlingmann-Kids die Anstrengung des zurückliegenden Wettkampfes nicht anzumerken.

Da auch andere Teams für das nächste Jahr den Start eines Kinderteams in Aussicht stellten, wäre sicherlich eine eigene Wertung für Kinderteams beim nächsten Müritz-Lauf empfehlenswert.

Nach dem 2006er Pech konnte das Schlingmann Run Team in diesem Jahr endlich einen Podiumsplatz ergattern. In Schlingmann-Bestzeit von 5:00:20 h und bis Röbel in Führung liegend, mussten sie sich nur den Seriensiegern vom Müritz-Sportclub 1 beugen und kamen haarscharf vor dem Rostocker Team “Der Rest” ins Ziel.

Auch für Frauen wird der Müritz-Lauf immer interessanter. Ganze 9 Frauenteams, davon 4 aus Waren und 2 aus Neubrandenburg nahmen teil. Das Schlingmann Mum Team konnte nach den drei 2. Plätzen der vergangenen Jahre wieder auf dem Siegerpodest Platz nehmen. Diesmal jedoch schoben sich noch die Damen von LC RON Berlin mit neuem Streckenrekord vor die Vorjahressiegerstaffel vom LAV Waren und das Schlingmann Team. Mit neuer Bestzeit von 06:01:35 h beendete das Schlingmann Fun Team den Lauf um Deutschlands größten Binnensee auf dem 17. Platz. Superspaß hatte vor allem auch das Schlingmann Super Fun Team. Mit 2 Läuferinnen in ihren Reihen, die ihren 1. Laufwettkampf bestritten, lieferten sie sich von Beginn an ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Damen vom Team Pink, mussten sich aber kurz vor dem Ziel geschlagen geben und freuen sich auf die Revanche im nächsten Jahr.

Vielen Dank an die Organisatoren des ESV Waren für ein tollen Wettkampf. top