- Die Supershow des Jan Prochaska; Hagen Brumlich ist der 1. Läufer mit zehn Müritzumrundungen.
- Auf Simone kann man sich verlassen
- Perfekt! Volker Klemmer gewinnt Handbikerrennen in neuer Rekordzeit
- Olé, olé - MSC! Alles über den Müritz-Team-Lauf
- Dramatik beim Städte-Lauf
- Mit Dampf ins Ziel
- René Sommerfeld - Erst Städte-Läufer - Jetzt Müritzumrunder
Die Supershow des Jan Prochaska; Hagen Brumlich ist der 1. Läufer mit zehn Müritzumrundungen.
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Er ist auf dem Weg eine Legende zu werden. Ein Läufer, der an der Müritz seine eigene Geschichte schreibt.
Ihr kennt seinen Namen! Und ihr wisst, wozu er fähig ist!
Jan Prochaska (LG Nord Berlin) läuft einem Rekord nach dem anderen ein.
Er war der Matador des Warener Stadthafens. In unwiderstehliche Art und Weise lief Jan Prochaska einem lupenreinen Hattrick und seinem vierten Müritz-Lauf-Championat entgegen. Bis Röbel hielten die Konkurrenten mit ihm mit. Dann zog er auf und davon und gewann schließlich souverän mit einer Endzeit von 05:48:53 Stunden vor Karsten Schmidt (Klein Krams, 06:00:17 Std.) und Klaus Bensching (TVE-Weiher, 06:06:04 Std.) den 9. Müritz-Lauf.
Für Prochaska war dieser Sieg mit vielen Emotionen verbunden. Als Veranstalter geben wir zu, dass wir dem Neuenhagener nach dem tragischen Verlust seines Vaters im letzten Jahr besonders die Daumen gedrückt haben.
Aber nicht nur ihm, sondern auch Hagen Brumlich (im Bild oben) von der WSG 81 KWH und den 109 weiteren Extremsportlern (9 Frauen und 100 Männer), die an diesem Tag auf die Runde gingen.
Hagen Brumlich ist das Müritz-Lauf-Phänomen.
Obwohl wir am 22.08.2009 offiziell den 9. Müritz-Lauf ausrichten, ist er der Einzige, der auch beim Milleniumslauf (2000), der eigentlichen Generalprobe, teilgenommen hat. Somit konnte Hagen Brumlich heute der 1. Läufer mit zehn Müritzumrundungen werden.
Das gelang ihm auch. Mit einer Zeit von 08:20:58 Stunden überquerte der 65-Jährige die Ziellinie und wurde Altersklassenbester. Am Ende gab es vom Veranstalter neben der Ehrung mit Blumen, Ehrenurkunde und Präsentkorb auch die Zusage für die Startnummer 10 bei allen weiteren Teilnahmen.
Erstmalig dabei Günter Antoni (100Marathon-Club, im Bild rechts), der mit seinen 68 Jahren nun ältester männlicher Müritzumrunder ist. Den Ultramarathon beendete er mit 10:07:32 Std. noch weit vor dem Zielschluss.
Letzter Gewinner der großen Müritzrunde war diesjährig Dr. Hubert Hamer aus Grosshandsdorf mit einer Zeit von 10:34:56 Stunden. ![]()
Auf Simone kann man sich verlassen
Jahr für Jahr schickt die LG Nord Berlin Läufer und Läuferinnen an die Müritz. Jahr für Jahr bleibt der Pokal auch in den Reihen der LG Nord Berlin. Zumindestens trifft dies für die letzten drei Müritz-Lauf-Veranstaltungen zu.
2007 gewann Silke Stutzke, 2008 Grit Seidel und nun 2009 Simone Stegmeier, die ebenso schon 2004 beim Müritz-Lauf triumphierte.
Mit ihrer Laufleistung von 07:22:01 Std. (die drittschnellste Zeit aller Zeiten) gewann sie den 9. Müritz-Lauf mit deutlichem Vorsprung vor Ulrike Baars (WKF Bergfried 91; 08:00:40 Std.) und Daniela Dilling (ebenfalls LG Nord Berlin, 08:17:02 Std.), die wie bereits im Vorjahr den 3. Platz belegte. Simone verpasste mit dieser Zeit nur knapp ihre persönliche Müritz-Lauf-Bestzeit aus dem Jahr 2004 (07:20:59 Std. - damals Streckenrekord).
Die dritte Starterin der LG Nord Berlin war Heike Pawzik. Mit ihrem Finish von 08:40:34 Std. hat sie nunmehr ihre fünfte Müritzrunde absolviert und mit Regina Leu (Blau-Weiß Buchholz) gleichgezogen. ![]()
Perfekt! Volker Klemmer gewinnt Handbikerrennen in neuer Rekordzeit
Bei schönstem Wetter mit Temperaturen um die 20 Grad ging es heute um 10 Uhr erneut für sieben Handbiker rund um die Müritz.
Mit einer verbesserten Strecke und einem größeren Fahrerfeld sollte heute der Streckenrekord fallen.
Zu den Favoriten gehörten neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Volker Klemmer, auch Olaf Heine vom Lübecker Ruderclub sowie der Vorjahres Dritte Hans Theodor Wendland aus dem Breisgau.
Vom Start weg dominierten Volker Klemmer und Olaf Heine das kleine Fahrerfeld. Das Duo konnte sich sehr schnell absetzen und es war früh klar, dass der Sieg unter diesen Fahrer ausgemacht wird. Da sich beide regelmäßig mit der Führungsarbeit ablösten, konnte ein immer größerer Zeitvorsprung auf den Drittplatzierten Wendland herausfahren werden.
Nach gefahrenen 36 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 km/h standen alle Zeichen auf einen neuen Streckenrekord. Jedoch begann nun der anspruchsvollere Teil der 76,7 km langen Strecke. Bisher verlief diese meist durch den Müritz-Nationalpark und entlang geschützten Wegen. Nun hingegen machten das wellige Profil sowie der Wind die Handbiker zu schaffen. Somit ist auch zu erklären, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit knapp unter 30 km/h sank.
Volker Klemmer versuchte durch mehr Führungsarbeit die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen. Nachdem die Stadt Röbel/Müritz durchquert wurde und es in Richtung Zielort ging waren das Duo noch beisammen. Klemmer wusste, dass er die Entscheidung auf der Strecke suchen musste, da die Durchfahrt durch Waren (Müritz) mit seinen vielen Ampeln so seine Tücken hat und man da den Sieg noch leicht verspielen kann. Daher griff er bereits 18 km vor dem Ziel an und setzte sich von Heine ab. Heine versuchte sich durch die schnellen Abfahrten wieder heranzufahren jedoch war die Lücke zu groß.
Nach einer Rekordzeit von 02:43:39 Std. durchfuhr Volker Klemmer vom MSC Waren die Ziellinie und unterbot seinen eigenen Streckenrekord um ganze 17 min. Ebenso der Zweitplazierte Olaf Heine (02:45:46 Std.) und der Drittplatzierte Hans-Theo Wendland (BSG Mühlheim) blieben unter dem alten Streckenrekord. Beide waren ehrenwürdige Gegner und werden sicherlich in den nächsten Jahren weiterhin ernstzunehmende Konkurrenten für Volker sein.
Für Volker Klemmer ist das -ebenfalls wie bei Jan Prochaska- der dritte Sieg in Folge - also ebenfalls ein lupenreiner Hattrick. Respekt! ![]()
Olé, olé - MSC
Nachdem der 1. LAV Rostock (Vorjahressieger mit neuem Streckenrekord) kein Interesse hatte, seinen Titel zu verteidigen, haben die MSC-Männer die Chance genutzt und glattweg den sechsten Sieg mit einer Zeit von 04:47:57 Std. erlaufen.
Einen spannenden Kampf lieferte wieder einmal das Rostocker Team "Der Rest", die nur knapp - mit 04:51:34 Std.- den Sieg verpassten. Beim anschließenden Umtrunk waren die Jungs aus Rostock gut drauf. Im Scherz haben sie mit den Müritz-Lauf-Organisatoren schon an der Schlagzeile für das nächste Jahr gebastelt: "Der Rest gibt den Anderen den Rest!" Wir freuen uns darauf.
Platz 3 in der Männerwertung ging an das Team HSV Neubrandenburg I (04:57:59 Std.).
Besonders stark lief das Boxteam des PSV Wismar. Durch den Boxsport haben die Wismarer eine enge Verbindung zum Veranstalter. Der PSV Wismar und der ESV Waren sind beide Landesleistungstützpunkte des Boxverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Bis auf ein einziges Mal haben sie bisher an allen Staffelläufen teilgenommen (Das kann nur Opel Schlingmann aus Waren (Müritz) toppen, der keine Veranstaltung ausließ). Das PSV-Team wurde von Wismars derzeit erfolgreichsten Profiboxer Marcel Meyerdiercks angeführt. Mit einer Endzeit von 05:16:14 Std. belegten sie den undankbaren 4. Platz, waren damit aber einigen Spezialisten auch weit voraus.
Bei den Männern hat es für die Boxer zwar nicht gereicht; aber den "Junior-Cup", den hat der Nachwuchs geholt (Endzeit: 05:42:27 Std.).
Zum 1. Mal als eigene Wertung ausgeschrieben, gingen vier Mannschaften auf die Strecke. Wie bereits erwähnt die Jugendboxer vom PSV, außerdem zwei Jugendteams des Veranstalters (ebenfalls Nachwuchsboxer) und die Kleinsten: das Opel Schlingmann Kids Team. Der Schlingmann-Nachwuchs hat es auf Platz 2 geschafft (06:51:51 Std.). Die ESV-Boys-and-Girls wurden Dritter (06:57:20 Std.) und Vierter (08:22:01 Std.).
In der Wertung der Frauen gab es in diesem Jahr wiederum ein neues Siegerteam.
Ganz oben auf dem Podium nahmen die Damen vom "Opel Schlingmann Mum Team" Platz (06:13:14 Std.), um den Jubel der Menge zu genießen. Rechts und eine Stufe tiefer, die Damen des LAV Waren (06:13:39 Std.) und links von den Siegerinnen die Drittplatzierten: Das Damenteam "HSV Neubrandenburg II" (06:20:33 Std.).
Insgesamt nahmen 58 Mannschaften teil - soviel wie noch nie.
Der Städte-Lauf war vom Anfang bis zum Ende dramatisch.
Den ersten dramatischen Höhepunkt gab es bereits beim Start.
Eigentlich hat der Röbeler Bürgermeister die Teilnehmerentwicklung der letzten Jahre mitbekommen und eigentlich weiß er auch, dass es besser ist, beim Start die richtige Position einzunehmen. Was auch immer Herrn Müller an diesem Tag bewegt hat, sich direkt vor das Feld der 138 Teilnehmer (Zahl inkl. 20 Städte-Wanderer) zu stellen, konnten wir in der Recherche nicht herausfinden. Tatsächlich führte diese ungünstige Position fast zu einer Massenkarambolage. „Gott sei Dank“ - es ist nichts passiert.
Nach einem heißen Start folgte ein hitziges Gefecht auf der Strecke.
An der Badestelle des Müritz-Hotels Klink lagen noch neun Läufer dicht beieinander. Angeführt vom Italiener David Sotgia folgten innerhalb von 2 Minuten Bernd Fritsch, Björn Mertsching, Ralf Traeger, Martin Weimüller, Christiano Sportoletti, Malte Nordmann, Joachim Stelter und Heiko Quiram.
Auf den letzten Kilometern von Klink nach Waren (Müritz) verschärften die drei Führenden das Tempo erheblich.
Dabei konnten sie die sechs Verfolger abschütteln und für eine Vorentscheidung sorgen.
Sotgia führte bis Waren (Müritz) und verschenkte den sicher geglaubten Sieg durch eine Unkonzentriertheit. Kurz vor dem Ziel verpasste er es, rechtzeitig abzubiegen. Durch die Extratour büßte der Mann von Atletica Avis Perugia 20 Minuten ein und belegte letztendlich nur Rang 14 – Schade!
Am Ende setzte sich der Michendorfer Björn Mertsching von SG Dt. Bank Dtl. (01:50:32 Std.) mit nur 7 Sekunden Vorsprung vor dem Lokalmatadoren Bernd Fritsch vom Müritzer LSV 04 (01:50:39 Std.) durch. Platz 3 holte Ralf Traeger aus Großbeeren mit einer Zeit von 01:57:43 Std..
Im Frauenwettbewerb ging der Sieg nach Berlin. Patrica Kusatz gewann vor Nicole Schwindt (LAV asics Tübingen) und Cordula Weißmann (ESV Lok Zwickau). Älteste Teilnehmerin war die Berlinerin Rita Stresemann. In der AK W55 lief sie die 28,2 km in 03:29:44 Stunden. ![]()
Mit Dampf ins Ziel
Silvia Stahlberg vom ESV Lok Zwickau dampfte im Ziel!
Und das in zweierlei Hinsicht.
Zum Einen musste die Siegerin von 2007 ihre damalige Bestzeit von 03:43:18 Std. auf 03:25:01 Std. steigern, um sich gegen die starken Konkurrenteninnen Renate Bauer (2. Platz; 03:25:12 Std.) und Dr. Simone Thiede (3. Platz; 03:26:40 Std.) letztendlich auch durchzusetzen.
Zum Anderen kochte die Zwickauerin, weil sie sich zurecht über eine Gegnerin ärgerte, die während des Wettkampfes lief, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die Sportlerin ist nur deshalb an einer Disqualifikation vorbeigerutscht, weil beim Veranstalter kein offizieller Protest eingereicht wurde. „Als ich das sah, war ich richtig sauer. Ich habe mir gedacht: Die darf nicht gewinnen!“ Hat sie letztendlich auch nicht. Siegerin der Städte-Wanderung 2009 ist Silvia Stahlberg (ESV Lok Ziwckau).
Den Männerwettbewerb gewann Jürgen Behrend (M70) vom MSC Waren. Zweiter wurde Joachim Schirmer (M65) aus Oranienburg und Dritter Gerd Eckert (M50) vom Gastgeber ESV Waren – Boxen.
Behrend benötigte 03:19:06 Std. und war gar nicht so weit vom Streckenrekord 03:17:12 Std., der 2008 von Thomas Hartung (M20) aufgestellt wurde. Eine bemerkenswerte Leistung, wenn man den Altersunterschied berücksichtigt.
Auch Michael Genschmer von Nordic Walking Belzig konnte sich bei seiner vierten Teilnahme über eine persönliche Bestzeit freuen. Er verbesserte seine Leistung von 4:11:20 Std. (aus 2008) auf nunmehr 03:54:26 Std.. Die TV-Moderatoren würden eine Leistungssteigerung von 17 Minuten innerhalb eines Jahres wieder kritisch hinterfragen. Hier geht aber alles mit rechten Dingen zu, denn Michael Genschmer kam in diesen Jahr leichter denn je an die Müritz. Mit regelmäßigem Training und gesunde Ernährung konnte er in den letzten Jahren deutlich sichtbar sein Körpergewicht reduzieren und damit seine Leistungsfähigkeit auch ohne Doping steigern. ![]()
René Sommerfeld - Erst Städte-Läufer - Jetzt Müritzumrunder
Leider ist es uns nicht möglich, alle Teilnehmer namentlich zu benennen und dementsprechend für ihre Leistungen zu würdigen. Stellvertretend für alle großartigen Sportler möchten wir gerade deshalb über diejenigen berichten, die wir kennen. So zum Beispiel über René Sommerfeld.
René Sommerfeld vom PSV Röbel/ Müritz ging 2006 mit der Startnummer 266 auf die Piste und belegte über die 28,2 km mit einer Laufleistung 02:24:04 Stunden den 21. Platz. In den darauffolgenden Jahren nahm er beim Müritz-Lauf als Teamläufer teil.
2009 wagte er sich dann auf die Müritzrunde. Den Müritz-Lauf konnte er erfolgreich beenden. Mit 09:52:46 Stunden belegte er gemeinsam mit Jürgen Fries (Stuttgart) und Thomas Gonsiorczyk (Lupus Team) den 89. Platz.
Im Ziel verriet er seinem ehemaligen Schulkameraden René Nicolovius: "Ich fand deinen Artikel über den Berliner Stefan Scholz so motivierend, dass ich es einfach einmal ausprobieren wollte. Nun bin ich natürlich um so glücklicher, gleich nach dem ersten Versuch ein Müritzumrunder zu sein." ![]()
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