9. Müritz-Lauf
Geschrieben von: René Nicolovius   

Schlagzeilen vom 22.08.2009:


 

Der 9. Müritz-Lauf ist nun Geschichte.

Ansicht VergrößernBunt war er - schöner denn je - der 9. Müritz-Lauf.

715 Teilnehmer (neuer Teilnehmerrekord) und ihre Begleiter waren am Start und haben durch ihre Leistungen Zuschauer und Fans in der Müritzregion begeistert. Deshalb danke ich allen Teilnehmern ganz herzlich für Ihr Kommen und gratuliere Ihnen zu Ihren Erfolgen.

Kompliment und Anerkennung für unsere mehr als 150 Helferinnen und Helfer. Von allen Seiten haben wir ein großes Lob für Eure wertvolle Arbeit und vor allem Eure herzliche Art geernet. Als Vorsitzender des ESV Waren danke ich Euch deshalb für Eure Unterstützung.

Natürlich danken wir den Sponsoren, Partner und Institutionen für die finanzielle Unterstützung. Besonderen Dank an den Hauptversorger "Sky Lebensmittel GmbH Waren" und den Moderator DJ Falo, die gleichfalls für hervorragende Rahmenbedingungen sorgten.

Wir sind glücklich, keine Zwischenfälle melden zu müssen. Beanstandungen gab es nur in wenigen Fällen. Die Anregungen haben wir zur Kenntnis genommen. Natürlich werden wir zukünftig Machbares realisieren.

Insgesamt war der 9. Müritz-Lauf ein wunderschönes Lauffestival, das Lust auf mehr macht.

Im Namen des Veranstalters wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute.

Ich freue mich auf den 21.08.2010!

Ihr Wolfgang Nicolovius
Vorsitzender des ESV Waren e.V.top

 


 

2. ALD RUN FOR CHARITY - ALD Automotive erläuft 54.800 Euro für Kinderprojekte

Neun Mannschaften allein stellte ALD Automotive, die den Müritz-Lauf als Bühne für ihren 2. RUN FOR CHARITY nutzten. Den Hamburger hat es so gut gefallen, dass sie nächstes Jahr am liebsten wieder dabei wären.

Pressemitteilung vom 26.08.2009 (im Bild: Andreas Dittmer, dreimaliger Olympiasieger und achtfacher Weltmeister (li), Karsten Rösel, Geschäftsführer ALD Automotive (re))

"Die Hamburger Leasinggesellschaft zeigt gemeinsam mit Sport-Assen wie Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer beim zweiten RUN FOR CHARITY kraftvollen Einsatz zugunsten bedürftiger Schulanfänger."

Pressemitteilung von ALD Automotive

Hamburg / Waren (Müritz) 26. August 2009 – 54.800 Euro zur Unterstützung von Kinderprojekten. Das ist das Ergebnis des zweiten RUN FOR CHARITY der ALD Automotive vom 22. August 2009. Beim Spenden-Staffellauf rund um die Müritz traten neun Teams bestehend aus Partnern und Mitarbeitern der ALD Automotive, Sponsoren, lokalen Politikern und bekannten Sportlern an. Die Sponsoren und über 80 engagierte Läufer haben sich gemeinsam für das gute Ergebnis der Spendensammlung stark gemacht. Unter ihnen auch Karsten Rösel, CEO der ALD Automotive Gruppe Deutschland, der das diesjährige Motto ’Leistung, die ankommt’ erläuterte: „Für uns ist es essentiell, dass das Geld ohne Umwege und bürokratischen Hindernislauf direkt bei den bedürftigen Kindern ankommt. Mein herzlicher Dank gilt daher allen unseren Partnern, die diese unmittelbare Hilfe möglich gemacht haben.“

Das VIP-Team mit Sportgrößen wie dem Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer sowie den Beach-Volleyballern Axel Hager und Kjell Schneider glänzte mit einer hervorragenden Laufzeit von 5:20 Stunden und belegte damit in der Gesamtwertung des Müritzlaufs den siebten Rang. Als Schirmherr der Warener Tafel freut sich besonders Andreas Dittmer über das bemerkenswerte Resultat: „Häufig kommen gerade Kinder in schwierigen Zeiten zu kurz. Für Chancengleichheit vom ersten Schultag an verwenden wir die Spende, um benachteiligten Kindern mit neuen Schulranzen einen fairen Start ins Schulleben zu ermöglichen.“ Die Warener Tafel verteilt diese an bedürftige ABC-Schützen und unterstützt mit dem Geld weitere Kinderprojekte. Großzügigkeit und Teamgeist zeigten auch die zahlreichen Sponsoren in diesem Jahr: Autoflotte, Carglass, Citroën, Continental, Euroassekuranz, Invacon, Möwe Teigwaren, PS-Team, Restaurant Pier 13 und Servicequadrat. Sie alle sind von dem Konzept begeistert, eine Sportveranstaltung mit dem guten Zweck zu verbinden und menschlichen Einsatz zu demonstrieren.

„Für 2010 möchten wir mit noch mehr Läufern an den Start gehen und so die Resonanz weiter steigern. Denn beim RUN FOR CHARITY lohnt sich der sportliche Eifer nicht nur persönlich für die Teilnehmer, sondern auch für die Spendenempfänger“, betonen Karsten Rösel und Raiko Chabrowski, Geschäftsführer der Tochterfirma Car Professional Management. Ihr gemeinsames Team erreichte das Ziel der 76,7-langen Strecke nach fünf Stunden und 38 Minuten. top

 


 

Die Supershow des Jan Prochaska; Hagen Brumlich ist der 1. Läufer mit zehn Müritzumrundungen.

Jan Prochaska Hagen Brumlich

 

Er ist auf dem Weg eine Legende zu werden. Ein Läufer, der an der Müritz seine eigene Geschichte schreibt.
Ihr kennt seinen Namen! Und ihr wisst, wozu er fähig ist!

Jan Prochaska (LG Nord Berlin) läuft einem Rekord nach dem anderen ein.

Er war der Matador des Warener Stadthafens. In unwiderstehliche Art und Weise lief Jan Prochaska einem lupenreinen Hattrick und seinem vierten Müritz-Lauf-Championat entgegen. Bis Röbel hielten die Konkurrenten mit ihm mit. Dann zog er auf und davon und gewann schließlich souverän mit einer Endzeit von 05:48:53 Stunden vor Karsten Schmidt (Klein Krams, 06:00:17 Std.) und Klaus Bensching (TVE-Weiher, 06:06:04 Std.) den 9. Müritz-Lauf.

Für Prochaska war dieser Sieg mit vielen Emotionen verbunden. Als Veranstalter geben wir zu, dass wir dem Neuenhagener nach dem tragischen Verlust seines Vaters im letzten Jahr besonders die Daumen gedrückt haben.

Aber nicht nur ihm, sondern auch Hagen Brumlich (im Bild oben) von der WSG 81 KWH und den 109 weiteren Extremsportlern (9 Frauen und 100 Männer), die an diesem Tag auf die Runde gingen.

 

Hagen Brumlich ist das Müritz-Lauf-Phänomen.

Obwohl wir am 22.08.2009 offiziell den 9. Müritz-Lauf ausrichten, ist er der Einzige, der auch beim Milleniumslauf (2000), der eigentlichen Generalprobe, teilgenommen hat. Somit konnte Hagen Brumlich heute der 1. Läufer mit zehn Müritzumrundungen werden.

Das gelang ihm auch. Mit einer Zeit von 08:20:58 Stunden überquerte der 65-Jährige die Ziellinie und wurde Altersklassenbester. Am Ende gab es vom Veranstalter neben der Ehrung mit Blumen, Ehrenurkunde und Präsentkorb auch die Zusage für die Startnummer 10 bei allen weiteren Teilnahmen.

Erstmalig dabei Günter Antoni (100Marathon-Club, im Bild rechts), der mit seinen 68 Jahren nun ältester männlicher Müritzumrunder ist. Den Ultramarathon beendete er mit 10:07:32 Std. noch weit vor dem Zielschluss.

Letzter Gewinner der großen Müritzrunde war diesjährig Dr. Hubert Hamer aus Grosshandsdorf mit einer Zeit von 10:34:56 Stunden. top

 


 

Auf Simone kann man sich verlassen

Ansicht vergrößernJahr für Jahr schickt die LG Nord Berlin Läufer und Läuferinnen an die Müritz. Jahr für Jahr bleibt der Pokal auch in den Reihen der LG Nord Berlin. Zumindestens trifft dies für die letzten drei Müritz-Lauf-Veranstaltungen zu.

2007 gewann Silke Stutzke, 2008 Grit Seidel und nun 2009 Simone Stegmeier, die ebenso schon 2004 beim Müritz-Lauf triumphierte.

Mit ihrer Laufleistung von 07:22:01 Std. (die drittschnellste Zeit aller Zeiten) gewann sie den 9. Müritz-Lauf mit deutlichem Vorsprung vor Ulrike Baars (WKF Bergfried 91; 08:00:40 Std.) und Daniela Dilling (ebenfalls LG Nord Berlin, 08:17:02 Std.), die wie bereits im Vorjahr den 3. Platz belegte. Simone verpasste mit dieser Zeit nur knapp  ihre persönliche Müritz-Lauf-Bestzeit aus dem Jahr 2004 (07:20:59 Std. - damals Streckenrekord).

Die dritte Starterin der LG Nord Berlin war Heike Pawzik. Mit ihrem Finish von 08:40:34 Std. hat sie nunmehr ihre fünfte Müritzrunde absolviert und mit Regina Leu (Blau-Weiß Buchholz) gleichgezogen. top

 


 

Perfek! Volker Klemmer gewinnt Handbikingrennen in neuer Rekordzeit

Ansicht VergrößernVon Stefan Klemmer:

Bei schönstem Wetter mit Temperaturen um die 20 Grad ging es heute um 10 Uhr erneut für sieben Handbiker rund um die Müritz.

Mit einer verbesserten Strecke und einem größeren Fahrerfeld sollte heute der Streckenrekord fallen.

Zu den Favoriten gehörten neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter Volker Klemmer, auch Olaf Heine vom Lübecker Ruderclub sowie der Vorjahres Dritte Hans Theodor Wendland aus dem Breisgau.

Vom Start weg dominierten Volker Klemmer und Olaf Heine das kleine Fahrerfeld. Das Duo konnte sich sehr schnell absetzen und es war früh klar, dass der Sieg unter diesen Fahrer ausgemacht wird. Da sich beide regelmäßig mit der Führungsarbeit ablösten, konnte ein immer größerer Zeitvorsprung auf den Drittplatzierten Wendland herausfahren werden.

Nach gefahrenen 36 km und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 32 km/h standen alle Zeichen auf einen neuen Streckenrekord. Jedoch begann nun der anspruchsvollere Teil der 76,7 km langen Strecke. Bisher verlief diese meist durch den Müritz-Nationalpark und entlang geschützten Wegen. Nun hingegen machten das wellige Profil sowie der Wind die Handbiker zu schaffen. Somit ist auch zu erklären, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit knapp unter 30 km/h sank.

Volker Klemmer versuchte durch mehr Führungsarbeit die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen. Nachdem die Stadt Röbel/Müritz durchquert wurde und es in Richtung Zielort ging waren das Duo noch beisammen. Klemmer wusste, dass er die Entscheidung auf der Strecke suchen musste, da die Durchfahrt durch Waren (Müritz) mit seinen vielen Ampeln so seine Tücken hat und man da den Sieg noch leicht verspielen kann. Daher griff er bereits 18 km vor dem Ziel an und setzte sich von Heine ab. Heine versuchte sich durch die schnellen Abfahrten wieder heranzufahren jedoch war die Lücke zu groß.

Nach einer Rekordzeit von 02:43:39 Std. durchfuhr Volker Klemmer vom MSC Waren die Ziellinie und unterbot seinen eigenen Streckenrekord um ganze 17 min. Ebenso der Zweitplazierte Olaf Heine (02:45:46 Std.) und der Drittplatzierte Hans-Theo Wendland (BSG Mühlheim) blieben unter dem alten Streckenrekord. Beide waren ehrenwürdige Gegner und werden sicherlich in den nächsten Jahren weiterhin ernstzunehmende Konkurrenten für Volker sein.

Für Volker Klemmer ist das -ebenfalls wie bei Jan Prochaska- der dritte Sieg in Folge - also ebenfalls ein lupenreiner Hattrick. Respekt! top

 


 

Olé, olé - MSC

Ansicht vergrößernNachdem der 1. LAV Rostock (Vorjahressieger mit neuem Streckenrekord) kein Interesse hatte, seinen Titel zu verteidigen, haben die MSC-Männer die Chance genutzt und glattweg den sechsten Sieg mit einer Zeit von 04:47:57 Std. erlaufen.

Einen spannenden Kampf lieferte wieder einmal das Rostocker Team "Der Rest", die nur knapp - mit 04:51:34 Std.- den Sieg verpassten. Beim anschließenden Umtrunk waren die Jungs aus Rostock gut drauf. Im Scherz haben sie mit den Müritz-Lauf-Organisatoren schon an der Schlagzeile für das nächste Jahr gebastelt: "Der Rest gibt den Anderen den Rest!" Wir freuen uns darauf.

Platz 3 in der Männerwertung ging an das Team HSV Neubrandenburg I (04:57:59 Std.).

Besonders stark lief das Boxteam des PSV Wismar. Durch den Boxsport haben die Wismarer eine enge Verbindung zum Veranstalter. Der PSV Wismar und der ESV Waren sind beide Landesleistungstützpunkte des Boxverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Bis auf ein einziges Mal haben sie bisher an allen Staffelläufen teilgenommen (Das kann nur Opel Schlingmann aus Waren (Müritz) toppen, der keine Veranstaltung ausließ). Das PSV-Team wurde von Wismars derzeit erfolgreichsten Profiboxer Marcel Meyerdiercks angeführt. Mit einer Endzeit von 05:16:14 Std. belegten sie den undankbaren 4. Platz, waren damit aber einigen Spezialisten auch weit voraus.

Bei den Männern hat es für die Boxer zwar nicht gereicht; aber den "Junior-Cup", den hat der Nachwuchs geholt (Endzeit: 05:42:27 Std.).

Zum 1. Mal als eigene Wertung ausgeschrieben, gingen vier Mannschaften auf die Strecke. Wie bereits erwähnt die Jugendboxer vom PSV, außerdem zwei Jugendteams des Veranstalters (ebenfalls Nachwuchsboxer) und die Kleinsten: das Opel Schlingmann Kids Team. Der Schlingmann-Nachwuchs hat es auf Platz 2 geschafft (06:51:51 Std.). Die ESV-Boys-and-Girls wurden Dritter (06:57:20 Std.) und Vierter (08:22:01 Std.).

In der Wertung der Frauen gab es in diesem Jahr wiederum ein neues Siegerteam.
Ganz oben auf dem Podium nahmen die Damen vom "Opel Schlingmann Mum Team" Platz (06:13:14 Std.), um den Jubel der Menge zu genießen. Rechts und eine Stufe tiefer, die Damen des LAV Waren (06:13:39 Std.) und links von den Siegerinnen die Drittplatzierten: Das Damenteam "HSV Neubrandenburg II" (06:20:33 Std.).

» Die Siegerteams im Bild: Seite wechseln und anzeigen

Insgesamt nahmen 58 Mannschaften teil - soviel wie noch nie.

 


 

Dramatik beim Städte-Lauf

Der Städte-Lauf war vom Anfang bis zum Ende dramatisch.

Den ersten dramatischen Höhepunkt gab es bereits beim Start.
Eigentlich hat der Röbeler Bürgermeister die Teilnehmerentwicklung der letzten Jahre mitbekommen und eigentlich weiß er auch, dass es besser ist, beim Start die richtige Position einzunehmen. Was auch immer Herrn Müller an diesem Tag bewegt hat, sich direkt vor das Feld der 138 Teilnehmer (Zahl inkl. 20 Städte-Wanderer) zu stellen, konnten wir in der Recherche nicht herausfinden. Tatsächlich führte diese ungünstige Position fast zu einer Massenkarambolage. „Gott sei Dank“ - es ist nichts passiert.

Nach einem heißen Start folgte ein hitziges Gefecht auf der Strecke.
An der Badestelle des Müritz-Hotels Klink lagen noch neun Läufer dicht beieinander. Angeführt vom Italiener David Sotgia folgten innerhalb von 2 Minuten Bernd Fritsch, Björn Mertsching, Ralf Traeger, Martin Weimüller, Christiano Sportoletti, Malte Nordmann, Joachim Stelter und Heiko Quiram.

 

 

Auf den letzten Kilometern von Klink nach Waren (Müritz) verschärften die drei Führenden das Tempo erheblich.
Dabei konnten sie die sechs Verfolger abschütteln und für eine Vorentscheidung sorgen.
Sotgia führte bis Waren (Müritz) und verschenkte den sicher geglaubten Sieg durch eine Unkonzentriertheit. Kurz vor dem Ziel verpasste er es, rechtzeitig abzubiegen. Durch die Extratour büßte der Mann von Atletica Avis Perugia 20 Minuten ein und belegte letztendlich nur Rang 14 – Schade!

Am Ende setzte sich der Michendorfer Björn Mertsching von SG Dt. Bank Dtl. (01:50:32 Std.) mit nur 7 Sekunden Vorsprung vor dem Lokalmatadoren Bernd Fritsch vom Müritzer LSV 04 (01:50:39 Std.) durch. Platz 3 holte Ralf Traeger aus Großbeeren mit einer Zeit von 01:57:43 Std..

Im Frauenwettbewerb ging der Sieg nach Berlin. Patrica Kusatz gewann vor Nicole Schwindt (LAV asics Tübingen) und Cordula Weißmann (ESV Lok Zwickau). Älteste Teilnehmerin war die Berlinerin Rita Stresemann. In der AK W55 lief sie die 28,2 km in 03:29:44 Stunden. top

 


 

Mit Dampf ins Ziel

Ansicht VergrößernSilvia Stahlberg vom ESV Lok Zwickau dampfte im Ziel!
Und das in zweierlei Hinsicht.

Zum Einen musste die Siegerin von 2007 ihre damalige Bestzeit von 03:43:18 Std. auf 03:25:01 Std. steigern, um sich gegen die starken Konkurrenteninnen Renate Bauer (2. Platz; 03:25:12 Std.) und Dr. Simone Thiede (3. Platz; 03:26:40 Std.) letztendlich auch durchzusetzen.

Zum Anderen kochte die Zwickauerin, weil sie sich zurecht über eine Gegnerin ärgerte, die während des Wettkampfes lief, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die Sportlerin ist nur deshalb an einer Disqualifikation vorbeigerutscht, weil beim Veranstalter kein offizieller Protest eingereicht wurde. „Als ich das sah, war ich richtig sauer. Ich habe mir gedacht: Die darf nicht gewinnen!“

Hat sie letztendlich auch nicht.
Siegerin der Städte-Wanderung 2009 ist Silvia Stahlberg (ESV Lok Ziwckau).
Silvia Stahlberg´s Gedanken zum Müritz-Lauf: » Die Lok dampft an der Müritz

 

Den Männerwettbewerb gewann Jürgen Behrend (M70) vom MSC Waren. Zweiter wurde Joachim Schirmer (M65) aus Oranienburg und Dritter Gerd Eckert (M50) vom Gastgeber ESV Waren – Boxen.

Behrend benötigte 03:19:06 Std. und war gar nicht so weit vom Streckenrekord 03:17:12 Std., der 2008 von Thomas Hartung (M20) aufgestellt wurde. Eine bemerkenswerte Leistung, wenn man den Altersunterschied berücksichtigt.

Auch Michael Genschmer von Nordic Walking Belzig konnte sich bei seiner vierten Teilnahme über eine persönliche Bestzeit freuen. Er verbesserte seine Leistung von 4:11:20 Std. (aus 2008) auf nunmehr 03:54:26 Std.. Die TV-Moderatoren würden eine Leistungssteigerung von 17 Minuten innerhalb eines Jahres wieder kritisch hinterfragen. Hier geht aber alles mit rechten Dingen zu, denn Michael Genschmer kam in diesen Jahr leichter denn je an die Müritz. Mit regelmäßigem Training und gesunde Ernährung konnte er in den letzten Jahren deutlich sichtbar sein Körpergewicht reduzieren und damit seine Leistungsfähigkeit auch ohne Doping steigern. top

 


 

Zwei Podiumsplätze für den Veranstalter

Neun Jahre lang hat es gedauert, bist der ESV Waren als Veranstalter die eigenen Sportler auf dem Podium beglückwünschen konnte. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass beim ESV Waren vieles, aber nicht die Leichtathletik auf dem Sportprogramm steht.

Hinzu kommt, dass viele Vereinsmitglieder am Veranstaltungstag gar nicht die Startmöglichkeit haben, weil sie als ehrenamtliche Helfer auf der Strecke tätig sind. Letztendlich bleiben eigentlich nur noch die Boxer des Vereins übrig, die es richten können.

Das haben sie dann auch in diesem Jahr getan. Die Nachwuchsboxer des ESV Waren konnten -wie bereits erwähnt- den 3. Platz beim Junior-Cup erlaufen. Obwohl nur vier Mannschaften am Start waren, so ist die Leistung auf keinen Fall weniger Wert. Eher das Gegenteil ist der Fall, weil die Kinder genauso viel leisten wie die Erwachsenen.

Den zweiten Coup landete dann Gerd Eckert bei der Städte-Wanderung. Auch er belegte einen verdienten 3. Platz.

Auf unserer Homepage www.boxen-waren.de schrieben wir Folgendes über den Erfolg.

Podiumsplatz auch für unseren Gerd

Gerd Eckert (49 Jahre) feiert seinen persönlichen Erfolg

„2008 bin ich auf die Waage gestiegen und musste feststellen, dass die 100 kg erreicht sind. Das wollte ich so nicht. Da habe ich mich erinnert, dass ich in jungen Jahren mal Boxer war. Deshalb bin ich -nach 30 Jahren Sportabstinenz- zum ESV-Boxtraining.“ so Gerd Eckert.

„Als Gerd zu uns kam, haben wir die Hände über den Kopf zusammen geschlagen. Ausdauer und Kraft waren Fremdwörter für ihn.“ so die Trainer.

Ohne Fleiß keinen Preis. „Gerd hat im letzten Jahr vorbildlich trainiert. Er hat fast 10 kg abgenommen und sich in allen Bereichen verbessert. Liegestütz, Klimmzüge, Stangenklettern und Laufen bereiten ihm keine Probleme mehr. Den 3. Platz hat er absolut verdient. Darauf sind wir sehr stolz“

Das hätte vor einem Jahr tatsächlich Keiner gedacht. Und er hat es tatsächlich geschafft. Mit 03:29:21 Stunden wurde er nach 28,2 km Dritter hinter Jürgen Behrend (MSC Waren) und Joachim Schirmer (Oranienburg) beim Wettbewerb: Städte-Wanderung.

René Nicolovius abschließend: „Wir schicken Gerd das nächste Jahr wieder auf die Strecke. Dort holt er dann den 1. Sieg für den ESV. Den Streckenrekord wird er nebenbei mitnehmen.“ top

 


 

René Sommerfeld - Erst Städte-Läufer - Jetzt Müritzumrunder

René SommerfeldLeider ist es uns nicht möglich, alle Teilnehmer namentlich zu benennen und dementsprechend für ihre Leistungen zu würdigen. Stellvertretend für alle großartigen Sportler möchten wir gerade deshalb über diejenigen berichten, die wir kennen. So zum Beispiel über René Sommerfeld.

René Sommerfeld vom PSV Röbel/ Müritz ging 2006 mit der Startnummer 266 auf die Piste und belegte über die 28,2 km mit einer Laufleistung 02:24:04 Stunden den 21. Platz. In den darauffolgenden Jahren nahm er beim Müritz-Lauf als Teamläufer teil.

2009 wagte er sich dann auf die Müritzrunde. Den Müritz-Lauf konnte er erfolgreich beenden. Mit 09:52:46 Stunden belegte er gemeinsam mit Jürgen Fries (Stuttgart) und Thomas Gonsiorczyk (Lupus Team) den 89. Platz.

Im Ziel verriet er seinem ehemaligen Schulkameraden René Nicolovius: "Ich fand deinen Artikel über den Berliner Stefan Scholz so motivierend, dass ich es einfach einmal ausprobieren wollte. Nun bin ich natürlich um so glücklicher, gleich nach dem ersten Versuch ein Müritzumrunder zu sein." top

 

 


 

Rund um die Müritz – der 9. Müritz-Lauf über 76,7 km

Von Michael Hopp (ESV Lok Potsdam)

Am Sonnabend, den 22. August 2009, startete um 08:00 Uhr im Stadthafen von Waren an der Müritz der Ultramarathon als erster von fünf Wettbewerben an diesem Tag. Und der Veranstalter konnte sich über einen neuen Teilnehmerrekord freuen: Mit 715 Teilnehmern wurde der Vorjahresrekord um fast 100 Athleten überboten. Für uns Ultramarathon- Läufer stand natürlich die Umrundung des größten und eines der schönsten Binnenseen Deutschlands im Mittelpunkt.

Die Starterliste versprach einen spannenden und hochklassigen Wettkampf.

Bei den Damen fehlte die Vorjahressiegerin und Streckenrekordhalterin Grit Seidel von der LG Nord Berlin, die im Vorjahr mit 6:56:32 h als erste Frau die 7-Stundengrenze unterbieten konnte. Dafür waren aus ihrem Verein Daniela Dilling, die nimmer müde Heike Pawzik und die Siegerin aus dem Jahr 2004 Simone Stegmeier am Start. Simone wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte mit großen Vorsprung in der sehr guten Zeit von 7:22:01 h. Auf Platz 2 kam Ulrike Baars (WKF Bergfried 91) mit 8:00:40 h. Auf Platz 3 lief Daniela Dilling in der Zeit von 8:17:02 h ein. Zu dieser Leistung muss man erwähnen, dass Daniela erst eine Woche vorher den 100 km- Lauf von Leipzig erfolgreich absolviert hat.

 

 

Wie sah es bei den Männern aus? Mit der Startnummer 1 wurde der dreifache Sieger und Streckenrekordhalter (5:29:17 h aus dem Jahr 2004) Jan Prochaska von der LG Nord Berlin erwartet. Sein Start war ungewiss. Nach einer hartnäckigen Muskelverletzung war nicht klar, ob er diesen Wettkampf überhaupt bestreiten konnte. Unter den gemeldeten Ultramarathon-läufern waren einige gute Bekannte zu finden: der Vorjahresdritte Karsten Schmidt aus Klein Krams, weitere erfolgreiche Athleten wie Jörg Kupfer (Lauffreunde Gotha), Claus Ubl aus Rostock und Patrick Hösl aus Berlin (3. Platz DM der DUV im 24- Stundenlauf 2009).

Wie waren die Wetterbedingungen für diesen Lauf?
Den Tag zuvor hatte es bis zum Abend geregnet. Am Morgen des Wettkampfes lachte die Sonne und es wurde mit 25 Grad fast etwas zu warm. Aufgrund der Witterungsbedingungen konnte man nicht mit hochklassigen Zeiten rechnen, was die Damen mit ihren Leistungen jedoch schon widerlegten.

Mit dem Start bildete sich eine zehnköpfige Spitzengruppe, die lange zusammen blieb und erst vor Röbel (km 47,7) langsam zerfiel. Jan machte das einzig Richtige: Er lief mittendrin und fand sich hinter Röbel allein an der Spitze wieder. Nach einem großen Lauf kam er in der sehr guten Zeit von 5:48:53 h als erster mit 12 Minuten Vorsprung wieder im Stadthafen von Waren an.

Der vierte Sieg war damit perfekt. Jan geht nun als bisher erfolgreichster Sportler der Müritz-Umrundung in die Geschichte ein.

Auf Platz 2 kam der Vorjahresdritte Karsten Schmidt in einer Zeit von 6:00:17 h. Karsten hat leider zum zweiten Mal die 6-Stunden-Grenze ganz knapp verpasst. Im Vorjahr lief er nach 6:00:33 h ins Ziel. Aber das konnte seine Freude bei der Siegerehrung nicht trüben.

Auf Platz 3 kam ein Überraschungsläufer: Klaus Bensching vom TVE-Weiher kam nach 6:06:04 h als Dritter ins Ziel. Er gestand, dass dies sein erster Ultramarathonlauf über eine Distanz von mehr als 50 km war.

Einige der Favoriten mussten dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und hatten in der Mittagshitze doch mehr mit sich zu tun als mit dem Kampf um vordere Plätze. Jedoch war die Stimmung unter den Läufern immer gut. Die Streckenführung durch die wunderschöne mecklenburgische Landschaft entschädigt für vieles. Jeder, der das Tagesziel erreichte, wurde im Stadthafen Waren begeistert gefeiert und konnte neben seiner Urkunde eine ansprechende Medaille entgegen nehmen.

Genauso beeindruckend war die große Siegerehrung inmitten des Touristenzentrums von Waren. Diese wurde durch eine besondere Ehrung unterbrochen: Hagen Brumlich von der WSG 81 Königs Wusterhausen umrundete beim 9. Lauf zum 10. Mal die Müritz. Das Kuriosum besteht darin, dass im Jahr 2000 der erste Lauf als „Generalprobe“ in die Geschichte einging. Hagen ist der einzige Sportler, der alle 10 Läufe erfolgreich absolviert hat. Seine Bestzeit sollte auch Erwähnung finden: Als 59- Jähriger lief er im Jahr 2003 nach 6:51:47 h ins Ziel. Diese Zeit ist damit heute noch um 5 Minuten besser als die Bestzeit bei den Damen.

Die Veranstaltung war wie gewohnt mit viel Herz und Liebe organisiert. Die vielen fleißigen Helfer an der Strecke und im Start-Ziel-Bereich haben uns Ultraläufer die beste Unterstützung gegeben. Die Organisation und Wettkampfdurchführung waren hervorragend und verliefen ohne Probleme. Wichtig ist für uns Läufer immer die Ausschilderung der Strecke. Aber auch hier gab es keine kritischen Punkte, die zum Verlaufen hätten führen können.

Wir bedanken uns sehr herzlich beim Ausrichter ESV Waren e.V. für dieses großartige Lauferlebnis an der Müritz. Der Dank gebührt unserem langjährigen Freund Wolfgang Nicolovius und seinem Sohn Rene Nicolovius, die in unermüdlicher Arbeit unter nicht immer einfachen Bedingungen in der Region diese tolle Laufveranstaltung auf die Beine stellten.

Die besonderen Grüße sind an die vielen ehrenamtlichen Helfer gerichtet.

Freuen wir uns auf die 10. Auflage am 21. August 2010! top

 


 

Ich liebe das Laufen!

"René SommerfeldSatirische Nachbetrachtung zum 9. Müritz-Lauf" von Torsten Zick


  • Januar:
    Eine Mischung aus Euphorie, Alterswahnsinn und Restalkohol hat mich zu dem Vorsatz getrieben, im August am Müritz- Lauf teilzunehmen.
    Ich liebe das Laufen!
  • Februar:
    Habe vorsichtshalber meine Frau um Erlaubnis gefragt, und sie hat auch noch „Ja“ gesagt.
    Ich hätte es wissen müssen, bei etwas ähnlich Bedeutsamen vor fast 20 Jahren hat sie es auch getan.
    Jetzt freut sie sich auf einen Erholungsurlaub in Waren, und ich habe den Stress.
    Noch liebe ich das Laufen!
  • März:
    Ich Trottel habe es jedem erzählt, der es hören wollte oder auch nicht.
    Ich liebe den Müritz- Lauf!
  • April:
    Hotel in Waren und Anmeldung zum Müritz-Lauf über 76,7 km sind bezahlt, alles von meinem eigenen Konto.
    Meine Frau fühlt sich eingeladen.
    Ich liebe Laufen und Frau, aber auch mein Geld!
  • Mai:
    So ein Elend, die Meisten erinnern sich an meinen Vorsatz und erkundigen sich nach meinem Trainingszustand.
    Ich liebe meine Vorsätze!
  • Juni:
    Trainiere jetzt täglich, werde genau so oft belächelt (ausgelacht)! Meine Frau ist genervt.
    Sie wird ständig nach meinem Geisteszustand befragt.
    Ich liebe meine Mitbürger (Weicheier)!
  • Juli:
    Laufe wöchentlich zwischen 140 und 180 km.
    Meine Frau rede nicht mehr mit mir, höre aber dafür immer mehr Beschimpfungen von ihr.
    Fühle mich gut dabei!
    Ich liebe mich!
  • August - 20.08.09 um 08.00 Uhr:
    76,7 km und viel Sonne sind angesagt!
  • Start:
    Fühle mich immer noch gut und sehe noch mehr Verrückte, ca. 120!
    Ich liebe das Laufen!
  • Km 10:
    Denke über einen lang angezogenen Endspurt nach. Heute läuft was!
    Ich liebe das schöne Wetter!
  • Km 20:
    Bin gut drauf. Meine Frau auch, die liegt am Strand der Müritz!
    „Ich bin doch nicht bescheuert und fahre mit dem Fahrrad hinterher!“,
    hallt es in meinen Ohren nach.
    Ich liebe die Müritz!
  • Km 30:
    Bin stolz auf mich. Habe mich nicht für den Kinderlauf über 28 km von Röbel nach Waren entschieden.
    Ich mache beim Erwachsenenlauf mit.
    Ich liebe mich!
  • Km 35:
    Kriege Krämpfe in beiden Beinen und muss langsamer laufen.
    Hoffentlich holt sich meine Frau einen Sonnenbrand,
    wenigstens sollen ihr beim Rumfaulen am Strand die Füße einschlafen!
    Ich liebe meine Frau!
  • Km 45:
    Habe Biergarten gesichtet. Es sind 26° C und keine Wolke am Himmel.
    Mach mir ernsthafte Gedanken über mein Freizeitverhalten.
    Ich hasse meine Vorsätze!
  • Km 50:
    Habe immer noch Krämpfe. Macht nichts, denn jetzt tut mir alles weh.
    Ich hasse mich!
  • Km 55:
    Wo kommt dieser Berg her? Ich habe Flachland gebucht!
    Ich hasse die Müritz!
  • Km 60:
    Warum tue ich mir das an? Habe beschlossen, den Schuldigen zu finden und zu bestrafen!
    Ich hasse das Laufen!
  • Km 65:
    Jetzt hab ich’s: “Meine Frau ist schuld!“
    Ihre ständige Nervereien, “Mache dies und mache das“, treiben mich aus meiner Wohnung!
    Ich …..!
  • Km 70:
    Hilfe, ich werde verfolgt, und die Weide setzt zum Überholen an!
    Das einzige was bei mir noch läuft ist meine Lebensuhr.
    Ich hasse das Laufen und die Müritz, das schöne Wetter auch!
  • Km 71:
    Die Krämpfe sind weg! Quatsch, ich merke bloß nichts mehr!
  • Km 72:
    Fange an, schneller zu laufen und überhole einige Beklagenswerte.
    Mann, sehen die aber mies aus!
  • Km 76:
    Gefühlter Endspurt, die Zuschauer toben!
    Ich liebe das Laufen!
  • Ziel:
    Zeit 7:16:01 h, Platz 35 Meine Frau reicht mir ein Pils, die Sonne lacht, ich bin der Größte!
    Ich liebe das Laufen, die Müritz, das schöne Wetter und meine Frau!

Bin im nächsten Jahr wieder hier! Sept. Habe 20- jähriges Hochzeits-Jubiläum gefeiert.
Mir tun immer noch alle Knochen weh, werde aber nicht mehr ausgelacht!
PS: Liebt Ihr auch das Laufen? top