- LG Nord Berlin dominiert beim 7. Müritz-Lauf (Ultramarathon)
- Bernd Tritscher (Österreich) und Ton Aker (Niederlande) sind die ersten internationalen Müritz-Läufer
- Die Männer vom MSC Waren gewinnen zum 5. Mal - Die Damen von LC RON-Hill Berlin mit neuem Rekord
- Der König des Städte-Laufes - Dr. Dirk Albrecht (SV Greifswald) gewinnt zum 4. Mal in Folge
- Zwei neue Streckenrekorde bei der Städte-Wanderung
- Stefan Scholz - Beim zweiten Anlauf geschafft
LG Nord Berlin dominiert beim 7. Müritz-Lauf (Ultramarathon)
Zwei Berliner Marathonläufer, Michael Vanicek und Jan Prochaska, versprachen im letzten Jahr, wieder an die Müritz zu kommen, um zu siegen.
Lange hielten beide sich mit ihren Anmeldungen zurück. Fünf Tage vor Wettkampfbeginn meldeten sich dann Jan und Michael zum 7. Müritz-Lauf an. Gleiches Spiel bei der Konkurrenz. Späte Anmeldung der starken Widersacher, Frank Wallbrecht (LAV Tübingen, Nr. 178) und des Spitzen-Triathlen Michael Kruse (Tri-Sport Schwerin, Nr. 171). Nach dem verregneten August war das Wetter an diesem Samstag fast ideal. Die Temperaturen (zwischen 21 und 26 Grad) waren erträglich - lediglich die hohe Luftfeuchtigkeit machte dem Einen und Anderen zu schaffen.
Nachdem der Schirmherr, Wolf-Dieter Ringguth, den Läufern alles Gute mit auf den Weg gab, eröffnete Wofgang Nicolovius, Cheforganisator des Müritz-Lauf, mit einem Schuß pünktlich um 08.00 Uhr den Laufwettkampf. 72 Männer und 11 Frauen sowie Volker Klemmer (ein Handbiker vom Müritz-Sportclub Waren) machten sich auf den Weg, um den Müritz-Rundkurs von 76,7 km zu bezwingen.
Unter den Teilnehmern waren viele bekannte Gesichter aus dem Vorjahr. Neben Hagen Brumlich, der als Einziger bisher alle Ultramarathon-Läufe bestritt, war ebenfalls Michael Hopp als Gewinner des 2. Müritz-Lauf am Start. (Michael Hopp konnte aufgrund von Verletzungen die letzten drei Jahre leider nicht teilnehmen.) Schon zu Beginn des Rennens zeigte Frank Wallbrecht, was er beabsichtigte. Mit einem relativ hohem Tempo setzte er sich an die Spitze und baute seine Führung bis zur Specker Landstraße auf 35 Sekunden aus. Die anderen Top-Favoriten ließen es dabei gemächlicher angehen. Es bildete sich eine neunköpfige Verfolgergruppe, die lange zusammen blieb. Kurz vor Schwarzenhof musste Frank Wallbrecht seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und gab die Tete an den Berliner, Jochen Stöckmann, ab. Danach folgten Frank Wallbrecht, Lars Pingel, der Warener Bernd Lehmann und Werner Hirsch von der DUV Mannheim.
Hinter der Spitzengruppe lief die siebenköpfige Verfolgergruppe mit Karsten Rybka (Team Oberhavel), Jan Prochaska und Michael Vanicek (beide LG Nord Berlin), Michael Kruse (Tri-Sport Schwerin), Michael Hopp (Lok Seddin), Mathias Renner (Oerholz) Ralf Traeger (Großbeeren) und Hanno Arnold (Dresden). Zwischenzeilich betrug der Vorsprung der Spitze gar 5 Minuten. Beide Gruppen blieben bis Rechlin zusammen. Ab dem 30sten Kilometer änderte sich dann das Bild. Die Gruppen fielen auseinander; jeder war auf sich allein gestellt. Nur Prochaska und Vanicek blieben zusammen und begannen, das Feld -Einem nach dem Anderen- zu überholen. Auch in Waren (Müritz) waren beide Läufer, die nicht nur beim Müritz-Lauf, sondern auch schon beim Spartathlon für Deutschland liefen, unzertrennlich und pushten sich gegenseitig zum Sieg.
Schulter an Schulter, mit hochgestreckten Armen und von den Zuschauern umjubelt, liefen beide gemeinsam mit einer Zeit von 06 Stunden 11 Minuten und 50 Sekunden in das Ziel und standen als Doppelsieger fest. Mit nur 4,5 Minuten Rückstand belegte Lars Pingel von SV Neuland den 3. Platz. Nachdem bei Frauen Regina Leu und Ute Wollenberg in den Vorjahren bereits zwei Siege für sich verbuchen konnten, können dies jetzt auch bei den Männern die beiden Spitzensportler: Jan Prochaska und Michael Vanicek.
Übrigens:
Bei den Frauen ging der Sieg über die Ultramarathondistanz ebenfalls an die LG Nord Berlin. Es gewann Silke Stutzke mit einer Zeit von 07:30:22 Stunden vor Susanne Mahlstedt - Lübecker SC (07:39:33 Stunden) und Annett Bahlke - PLC ( 07:42:41 Stunden). Ein großes Kompliment auch an die Nächstplatzierten, die den Männern in Nichts nachstanden. In die ewige Rangliste haben sich eingetragen: Sylvia Böhnke-Westphal aus Hamburg, Sylvia Rehn vom 100-Marathon-Club, Loredanna Kindt (jkrunning), Wiebke Drossel (Burgdorf), Daniela Dilling (TB Werbelinsee) und Ramona Mayer vom LSV Teterow.
Als einziger Handbiker ging Volker Klemmer vom MSC Waren an den Start des Ultramarathon. Im Kampf gegen die Uhr bot er einen fantastischen Wettkampf. Noch vor dem Startschuss zum Städte-Lauf und der Städte-Wanderung passierte er den Stadthafen von Röbel/ Müritz. Im Ziel unterbot er die bisherige Bestzeit von Walter Enders (RSV Lahn) um mehr als 1,5 Stunden. Der neue Streckenrekord beträgt jetzt 03:10:21 Stunden. Handbiker Volker Klemmer vom MSC Waren ![]()
Erste internationale Müritz-Läufer

Bernd Tritscher (Österreich, LC Saalfelden) und Ton Aker (Niederlande, AVA´47) sind die ersten internationalen Müritzumrunder.
Beide gehen somit unwideruflich in die Chronik des “Müritz-Lauf” ein. Für den 76,7-km-Rundkurs um den größten deutschen Binnensee benötigten Bernd Tritscher 06:56:38 Stunden (Gesamtwertung: Platz 9) und Ton Aker 07:48:38 Stunden (Gesamtwertung: Platz 34). ![]()
Die Männer vom MSC Waren gewinnen zum 5. Mal - Die Damen von LC RON-HILL Berlin mit neuem Rekord
Das Starterfeld beim Müritz-Team-Lauf war dieses Jahr das größte aller Zeiten. Insgesamt 34 Männer- und 9 Frauen-Teams starteten um 10.00 Uhr am Stadthafen Waren (Müritz). Die meisten Teams kamen vom Autohaus Schlingmann aus Waren (Müritz) mit 5 an der Zahl, gefolgt vom Müritz-Sportclub Waren und Swiss o Pair mit jeweils drei Mannschaften. Der Müritz-Team-Lauf war besonders spannend. Zu Beginn des Wettkampfes stand die Frage, ob der MSC Waren auch dieses Jahr wieder gewinnen würde. Ja, sie siegten! Mit mehr als 6 Minuten Vorsprung gewannen die Lokalmatadoren vor dem Opel-Schlingmann-Run-Team (ebenfalls aus Waren (Müritz)) und dem “Rest” aus Rostock, die 2006 schon den zweiten Platz in der Gesamtwertung belegten.
Bei den Frauen ging die Staffel vom LAV Waren als Vorjahressieger und Streckenrekordhalter favorisiert in das Rennen. Die Damen vom LAV Waren mussten sich dieses Jahr allerdings geschlagen geben. Es gewannen diesmal die Frauen von LC RON-HILL Berlin mit einem phänomenalen Streckenrekord. Die Berlinerinnen verbesserten die bisherige Bestzeit um fast eine dreiviertel Stunde auf nunmehr 05:46:34 Stunden. ![]()


Der König des Städte-Laufes - Dr. Dirk Albrecht (SV Greifswald 04) gewinnt zum 4. Mal in Folge

Als dreimaliger Sieger war klar, dass Dr. Dirk Albrecht Favorit beim Städte-Lauf ist. Und auch diesmal ist er seiner Favoritenrolle gerecht geworden und verwies seine Gegner auf die nachfolgenden Plätze.
Vier Siege in Folge - einmalig, beeindruckend und faszinierend zugleich. Deshalb ist der Greifswalder zurecht der König des Städte-Laufes.
Die Chancen der Herausforderer Daniel Biemann (aus Minzow - Zweitplatzierter 2006) und Peter Gierleit (aus Rathenow) standen zu Beginn des Wettkampfes nicht schlecht, denn Dr. Albrecht konnte im Vorfeld verletzungsbedingt nur wenig trainieren.
Insgesamt war das Starterfeld der Männer und somit die Konkurrenz auch wesentlich größer als in den Jahren zuvor. Der Rennverlauf ist schnell erzählt. Bis Sembzin führten die Herausforderer, nach Sembzin der Favorit. Dr. Albrecht siegte mit einer Zeit von 01:49:36 Stunden, Zweiter wurde Daniel Biemann mit 01:54:22 Stunden und Dritter Peter Gierleitt mit 01:54:22 Stunden.
Bei den Frauen starteten diesmal insgesamt 30 Teilnehmerinnen. Die Siegerin der Vorjahre, Madeleine Lorenz aus Buchholz, war dieses Jahr nicht am Start. Den Laufwettbewerb bei den Frauen konnte Uta Bünger aus Schwerin mit einer Laufzeit von 02:21:12 Stunden für sich entscheiden. Zwei Minuten später liefen die Zweiplatzierte Andrea Heschel (Dresdner Durchläufer - Zeit: 02:23:25 Stunden) und Anke Maurer (Sc Wetterbach - Zeit: 02:23:27 Stunden) in das Ziel. Die meisten Läufer beim diesjährigen Städte-Lauf stellte die Mannschaft vom TV Norden. Die Ostfriesen gingen mit 17 männlichen Läufer und 9 weiblichen Läuferinnen an den Start. ![]()
Zwei neue Streckenrekorde bei der Städte-Wanderung
Das Teilnehmerfeld bei der Städte-Wanderung war zwar nicht all zu groß (7 Männer und 4 Frauen), aber dafür waren die Leistungen um so größer.
So haben Christian Joachimmeyer vom FC Barcelona und Silvia Stahlberg vom ESV Lok Zwickau nicht nur die jeweiligen Gesamtwertungen gewonnen, sondern zudem auch noch die bisherigen Streckenrekorde verbessert.
Christian Joachimmeyer benötigte für die 28,2-km-Distanz zwischen Röbel/ Müritz 03:38:55 Stunden; Silvia Stahlberg 03:43:18 Stunden.
Erfreulich für den Veranstalter war, dass zwei Sportler vom Vorjahr wieder am Start waren.
Werner Krymowski (LT Hemsbach) und Michael Genschmer (Nordic Walking Belzig) sind begeistert von der Wanderstrecke am Westufer der Müritz und kommen gerne in das Land der tausend Seen. ![]()
Beim zweiten Anlauf geschafft
Nicht umsonst gehört der Müritz-Lauf zu den härtesten Ultraläufen in Deutschland.
Jahr für Jahr treten Extremsportler an, um den Rundkurs um Deutschlands größten Binnensee zu bezwingen.
Nicht alle schaffen dies - auch dieses Jahr gab es wieder Ausfälle auf der Strecke.
Im letzten Jahr traf es unter anderem auch den Berliner Stefan Scholz. Kurz vor der Anhöhe in Sembzin waren die Beine bei ihm so hart, dass er keinen Schritt mehr laufen mochte. Der Besenwagen war die einzige Rettung, um nach Waren (Müritz) zu kommen.
Beim zweiten Anlauf hat Stefan die 76,7 km geschafft. Für die Distanz benötigte er am Ende eine Zeit von 09:35:62 Stunden. Am Ziel war er überglücklich.
In der Gesamtwertung des 7. Müritz-Lauf belegte er den 67. Platz; in der “Ewigen Rangliste” steht er mit dieser Zeit nach dem siebten Wettbewerb auf Platz 155.
Stefan Scholz ist ein Beispiel für physische Kraft und unbeugsamen Willen.
Insgesamt haben 2 Handbiker, 29 Frauen und 169 Männer die Müritz umrundet.
Die Müritz macht Helden - Stefan Scholz gehört jetzt dazu. ![]()













