Startort ist der staatlich anerkannte Luftkurort Waren (Müritz), die Perle an Deutschlands größtem Binnensee. Direkt am Stadthafen erfolgt der Startschuss für die Teilnehmer der großen Runde.
Von der Müritzstraße startend geht es entlang der Straße „Am Seeufer“. Im Finden der eigenen Position entgeht so manchem Läufer bereits hier der erste reizvolle Blick auf die Müritz. Stehen bleiben und Genießen? Geht leider nicht. Also weiter. Dennoch bleibt für den Moment eine frische Brise vom kleinen Meer.
Unter, in voller Krone stehenden Bäumen, führt die Wegestrecke entlang der Specker Straße nun ein wenig weg vom direkten Ufer der Müritz.
Warum? Große Teile der östlichen Müritz-Ufer sind Naturschutzgebiete und ausschließlich naturbelassen.
Enttäuschend? Nein! Denn die „Müritz-Lauf“-Teilnehmer laufen aufgrund einer Sondergenehmigung des Müritz-Nationalparkamtes durch einige der Schutzzonen des Müritz-Nationalparkes, die für andere Besucher unerreichbar bleiben. In der Wildnis kann es durchaus zu Überraschungen kommen.
Getragen durch die Faszination „Müritz-Nationalpark“ geht es ca. 22 km durch unberührte Natur inmitten Deutschlands grüner Lunge. Die Luft ist hier besonders sauber und schadstoffarm. Mit viel Sauerstoff in den Lungen geht es durch acht verschiedene Wälder: Warener Stadtforsttannen – Dammfeld - Federower Dickungen - Warensche Wold - Specker Horst - Specker Wold - Boeker Wold - Röbelsche Wold. Das Laufen im Wald ist immer angenehm.
Dennoch geht es zwischen den Wäldern immer wieder über Wiesen und Felder. Das sind gnadenlose Teilstrecken - keine Menschen und die Baumkronen bieten keinen Schutz vor Wind, Regen oder Sonne. Der Wechsel von der Frühstückszeit zur Mittagsstunde bringt gleichzeitig eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich, was den Lauf nicht gerade leichter macht. Hier heißt es: Durchhalten.
Zwischenzeitlich kleine Ortschaften der Müritz-Region, wie Schwarzenhof und Boeck, erreichen die Läufer nach 25,2 km die Kreuzung des Industriegebietes Rechlin-Nord. Hier ist schon mehr los. Im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern ist der August Hauptsaison. Überall tummeln sich Urlauber auf den verschiedenen Straßen. Vorbei an der Kuhnle-Werft durchlaufen die Teilnehmer Rechlin in Richtung Vietzen. An der Rechliner Tourismus-Information ist wieder eine Verpflegungs- und Wechselstelle mit Hinweis auf die Streckenkilometer.
In Vietzen heißt es aufgepasst, denn sie kreuzen die B198. Aber keine Sorge, die Streckenposten sorgen für die notwendige Sicherheit auf der Strecke. Entlang der B198 erreichen die Läufer dann auch den südlichsten Punkt des Streckenverlaufs mit Blick auf die Müritz. Kurz danach heißt es für die Läufer rechts ab nach Vipperow in Richtung Solzow. Das Teilstück zwischen Vipperow und Solzow ist zwar nur 1,2 km lang, aber auch irgendwie typisch für die kommenden Streckenabschnitte. Ab Solzow sind es dann noch ca. 10 km bis Röbel/ Müritz. In der Mittagszeit befindet sich in Ortslage Zielow wieder eine Verpflegungs- und Wechselstelle. Von Zielow geht es auf dem offiziellen Müritz-Rad- und Wanderweg nach Ludorf. Hier mit Müritz-Blick. Und irgendwie läuft es sich somit leichter, zumal der Veranstalter auf diesem Streckenabschnitt vier zusätzliche Wasserstellen anbietet.
Ludorf und Gneve links liegen gelassen ist die Stadt Röbel/ Müritz schon in Sichtweite.
Ein bißchen durch die Ortschaft gelaufen, befindet sich am Röbeler Stadthafen die nächste Verpflegungsstelle. Der Stadthafen ist gleichzeitig eine Wechselstelle für Teamläufer und Startort für den Städte-Lauf.Die Einzelläufer der Mittelstrecke starten um 11.00 Uhr von dieser Stelle.
Während die Rund-um-Läufer der Müritzpromenade folgen, geht es für die Mittelstreckler auf der Seebadstraße abweichend zum Marienfelder Weg. Das Zusammenführen der Wettbewerbe und Strecken erfolgt dann abschließend in Gotthun.
Von hier aus geht es dann auf die letzten 23 gemeinsamen Streckenkilometer. Für alle Teilnehmer heißt es nun Zierzow, Sietow und Sembzin zu bewältigen. Streckenverhältnisse hier - vorwiegend offenes Terrain. Wald- und Wiesenwege und bepflasterte Straßen. Die Strecke ist bis auf einige wenige kurze Anstiege bis 8% flach.
Im Dorf Klink laufen die Teilnehmer auf ein einmaliges Panoramabild zu.
Ein kleines Waldstück lichtet sich. Rechterhand die Müritz mit weitem Horizont. Links auf einer kleinen Anhöhe ein pompöses Schloss - Schloss Klink. Ein Schloss, das die Blicke der zahlreichen Besucher magisch anzieht.
Die Gastronomie ist auch okay. Ein frisch geräuchter Aal – das wäre es jetzt genau das Richtige. Vielleicht nicht gerade während des Laufes, aber vielleicht nach dem Wettkampf als kulinarische Krönung.
Spätestens auf dem Gelände vom Müritz-Hotel wissen die Läufer, dass sie diese sportliche Herausforderung meistern werden. Es sind nur noch 12 Kilometer bis zum Ziel. Die Einsamkeit hat ein Ende. Auf dem letzten Streckenabschnitt sind ständig Urlauber unterwegs. Die Müritz ist fast immer präsent – wunderbar. Da macht es auch nichts noch einmal durch den Klinker Forst zu laufen.
Kurzer Blick von der Eldenburger Brücke auf den Müritz-Elde-Kanal. Zum Genießen. Leider auch hier nur ein kurzer Augenblick. Das Ziel wartet.
Was kommt noch?
Zeltplatz Kamerun. Volksbad „Majors Eck“. “Gott sei Dank” gehört Beides schon zur Stadt Waren (Müritz).
Aber jetzt noch die Gerhart-Hauptmann-Allee und die Kietzstraße. Eine wunderschöne Allee, die das Volksbad und das Stadtzentrum verbinden. Immer geradeaus weiter bis sie das "Müritzeum - Haus der 1000 Seen" erblicken. Am Ende der Kietzstraße - am Kietzspeicher - biegen sie rechts ab. Die Einleitung für das Finale ist erfolgt. Auf dem letzten Kilometer geht es auf dem Fahrradweg der Strandstraße direkt zum Warener Stadthafen auf die Zielgerade.
75 Kilometer und 26,5 km sind geschafft.
Für die Ultraläufer, Handbiker und Städte-Läufer gibt es im Ziel dann noch einen Becher Bier oder auf Wunsch auch ein nichtalkoholisches Getränk vom Veranstalter.













